D A S G E L D
Das Geld ist mir nicht ganz egal,
doch hat man oftmals nicht die Wahl.
So sucht der eine, hofft auf‘s Glück
und schaut auch gerne mal zurück.
Der and‘re weiß, es geht mit Fleiß
Er schuftet immer auf Geheiß
und spart, wie man nur sparen kann.
Ist er nun reich, der arme Mann?
Den Reichtum will ich ihnen gönnen,
denn Sparen muß nicht jeder können.
Viele sind sehr unzufrieden.
Geschmäcker sind ja auch verschieden.
Ein Haus, ein Flugzeug und ein Boot,
das wünscht sich jeder – nicht die Not.
Doch schätzt man oftmals nur den Wert
Das finde ich, ist ganz verkehrt.
Gesundheit kann doch keiner kaufen.
Gelähmte können selten laufen.
Und ißt man, was man nicht verträgt,
es sich im Magen bleiern legt.
So ist ein Reichtum zweifelhaft,
wenn er mitunter Sorgen schafft.
Wer könnte mich zuletzt betrügen?
Ob er, ob sie vielleicht doch lügen?
Soll Wertpapiere ich nun kaufen,
die Börsenstellen quer durchlaufen?
Wer könnte mich zuletzt betrügen?
Ob er, ob sie vielleicht doch lügen?
Den Kurs vom Dollar überlegen?
Das Lottospielen etwa pflegen?
Was mache ich mit soviel Geld?
Soll ich bereisen diese Welt?
Zum All noch fliegen: Ja, wer weiß?
Ich denke, grüble,
mir wird heiß.
© Ingrid Riedl
Gerechtigkeit (M) man dreht und wendet,
da manches eben leider blendet.
Und wer recht schlau ist und gerissen,
wird immer alles besser wissen
und schlägt daraus noch Kapital,
aus Fakten nach der eigenen Wahl..
So wird gesucht nach Strich und Faden,
nährt auch die Gier den Haß – die Maden
und läßt verzagen oft die Kleinen
die Armen, die es richtig meinen.
© Ingrid Riedl
Der Ernst des Lebens,
stets präsent,
begleitet was die Zeit erkennt
im Lernprozess,
der niemals endet,
auch wenn sich manche Meinung wendet.
Es ändert sich – und das frappant,
zu der MORAL
auch das Gewand.
© Ingrid Riedl
Die ZEIT ist vergangen,
doch nicht ganz vergessen.
In hundert Jahren
wird anders bemessen,
was und HEUTE und morgen,
auch GESTERN mal war.
HISTORISCH gesehen,
ein seltenes Jahr.
Was später Propheten
uns auch prophezeien,
hat derzeit nicht Platz in
geschichtlichen Reihen.
© Ingrid Riedl
Der Tod fragt nicht.
Er sagt jetzt “gemma”.
Das Erbe wird oft zum Dilemma.
Der Nachlaß wird alsdann erkämpft.
Der Wert der Sache meist gedämpft.
Auch Streitfaktoren sind nicht selten,
wenn einer will als Erbe gelten,
er kaum die Tante mal besucht,
den Onkel, Paten nie anruft
sich dennoch auf sein Recht beruft,
weil der Verfloss´ne sehr betucht.
So wird die Causa hingezogen,
das Erbschaftsrecht schier ausgesogen
und hinterher ist der gerissen,
der schlau genützt sein rechtlich Wissen.
Das Testament wird angepeilt.
Zuletzt noch alles aufgeteilt .
Der Tod jedoch gelassen weilt.
© Ingrid Riedl







Januar 10, 2011 at 6:51 nachmittags
Hallo Ingrid,
ich bin begeistert, Deine Gedichte sind sehr gut, und sprechen die Wahrheit. Auch die Bilder sind sehr gut ausgewählt.
Ich wünsch Dir eine gute Woche
Heinz-Josef