★ Finanzkrise

Denken_schrittempo-SATIRE

“Höhere Finanzmathematik”

Da Tucholsky’s Idee vom selbstbestimmten
Menschen in uns allen weiterlebt, ist es mir ein Bedürfnis, einen Teil seiner tiefgreifenden Biografie hier anzuführen.

http://www.tucholsky.net/

Kurt Tucholsky (* 9. Januar 1890 in Berlin; † 21. Dezember 1935 in Göteborg) war ein deutscher Journalist und Schriftsteller.
Er schrieb auch unter den Pseudonymen Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel.
Tucholskys oftmals lockerer und heiterer Stil steht in Kontrast zu seinem ruhelosen Leben.
Die meisten seiner Texte sind heiter und geprägt von einem speziellen Witz, der oft die herrschenden Gesellschaftsverhältnisse beschreibt und kommentiert.

In Deutschland fühlte er sich nicht wohl, auch Paris war ihm nur vorübergehend eine Heimat. Tucholsky blieb sein Leben lang auf der Suche nach innerem Frieden und Geborgenheit, doch gesundheitliche und psychische Probleme zerstörten ihn langsam. Nach der Machtübernahme der Nazis 1933 gehörte Kurt Tucholsky zu den ersten, die ausgebürgert wurden.
Depressiv und schwerkrank beging Tucholsky 1935 im schwedischen Exil Selbstmord.

Tucholsky zählte zu den bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik. Als politisch engagierter Journalist und zeitweiliger Mitherausgeber der Wochenzeitschrift „Die Weltbühne“, erwies er sich als Gesellschaftskritiker in der Tradition Heinrich Heines.
Zugleich war er Satiriker, Kabarettautor, Liedtexter, Romanautor und Lyriker. Er verstand sich selbst als linker Demokrat, Pazifist und Antimilitarist und warnte vor rechten Tendenzen – vor allem in Politik, Militär und Justiz – und vor der Bedrohung durch den Nationalsozialismus.

Das folgende Gedicht zur Finanzkrise, wurde aber – entgegen kursierenden Behauptungen – 2008 vom Wiener Autor Richard G. Kerschhofer geschrieben,  wie ich recherchieren konnte – und nicht von Kurt Tucholsky.

Weil das Gedicht – zur derzeitigen Finanzkrise passend, mir ein Schmunzeln entlockte, entschloss ich mich, es hier – pardon – zu zitieren …

spion

Wenn die BÖRSENKURSE fallen,
regt sich KUMMER fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr REZEPT heißt LEERverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
DINGE, die sie gar nicht haben,
treten selbst den ABSTURZ los,
den sie BRAUCHEN – echt famos!

Leichter noch bei solchen TATEN
tun sie sich mit DERIVATEN:
Wenn Papier den WERT frisiert,
wird die Wirkung POTENZIERT.

Wenn in Folge BANKEN krachen,
haben SPARER nichts zu lachen,
und die HYPOTHEK aufs HAUS
heißt, BEWOHNER müssen RAUS.

Trifft’s hingegen große Banken,
kommt die ganze WELT ins WANKEN
– auch die Spekulantenbrut
ZITTERT jetzt um HAB und GUT!

Soll man das SYSTEM gefährden?
Muss da eingeschritten werden?
Der GEWINN, der bleibt privat,
die VERLUSTE kauft der STAAT.

Dazu braucht der Staat KREDITE,
und das bringt erneut PROFITE,
hat man doch in jenem LAND
die REGIERUNG in der HAND.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der KLEINE Mann zu blechen
und – das ist das Feine ja –
nicht nur in AMERIKA!

Und wenn KURSE wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen.
UMVERTEILUNG – pur,
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der AUSWEG längst bedacht,
wird ein bisschen KRIEG gemacht.

Verfasst von „Pannonicus“ – Richard G. Kerschhofer.

Meine Bemerkung am Rande:
Man hört nun in verschied’nen Reihen:
„Wem sollte man denn dies verzeihen?“

Die Kritik ist dort angebracht,
wo MANAGEMENT – PROBLEME macht.

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klick –> Finanzkrise – einfach erklaert

abgeltungssteuer

Das Geld ist mir nicht ganz egal,
doch hat man oftmals nicht die Wahl.
So sucht der eine, hofft auf‘s Glück
und schaut auch gerne mal zurück.

Der and‘re weiß, es geht mit Fleiß
Er schuftet immer auf Geheiß
und spart, wie man nur sparen kann.
Ist er nun reich, der arme Mann?

Den Reichtum will ich ihnen gönnen,
denn Sparen muß nicht jeder können.
Viele sind sehr unzufrieden.
Geschmäcker  sind ja auch verschieden.

Ein Haus, ein Flugzeug und ein Boot,
das wünscht sich jeder – nicht die Not.
Doch schätzt man oftmals nur den Wert.
Das finde ich, ist ganz verkehrt.

gesundsein_wuensche

© Ingrid Riedl

Gesundheit kann doch keiner kaufen.
Gelähmte können selten laufen.
Und ißt man, was man nicht verträgt,
es sich im Magen bleiern legt.
So ist ein Reichtum zweifelhaft,
wenn er mitunter Sorgen schafft.

Soll Wertpapiere ich nun kaufen,
die Börsenstellen quer durchlaufen?
Wer könnte mich zuletzt betrügen?
Ob er, ob sie vielleicht doch lügen?

Den Kurs vom Dollar überlegen?
Das Lottospielen etwa pflegen?
Was mache ich mit soviel Geld?
Soll ich bereisen diese Welt?

 Zum All noch fliegen: Ja, wer weiß?
Ich denke,  grüble,

mir wird heiß.

© Ingrid Riedl

Job

Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.

~ Victor Hugo  ~

♞ ♘  Überlebenskunst – Ingrid – Erinnerungen

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