Antibiotika in Puten

    kalkoen02

„Antibiotika in Puten entdeckt.“

Na und?

Na klar, ist es ein gutes Mittel,
verringert so um fast ein Drittel,
die Medizin, die uns verschrieben.
Ein Rest davon ist drin geblieben
im Puter, der uns vorgesetzt.

So essen wir dann wohl zuletzt
das Fleisch, gespickt mit viel Chemie
und sparen dabei wie noch nie.

Die Kassen haben Defizit,
d’rum nehmt demnächst den Puter mit.
So sage ich nur Mahlzeit – *schmatz*
und brate ihn für meinen Schatz.

Ob Schwein, ob Huhn, ob junge Pute,
wo liegt denn hier das wahre Gute?

Erst unlängst habe ich gebraten
den Truthahn, der auch gut geraten,
doch der Geschmack war etwas chemisch
und meine Tochter meinte hämisch:

„So ist das liebe werte Mutter,
ob Du nun kaufst den „Super-Puter“,
wenn man nicht weiß, wo er geboren,
hat er nichts in dem Topf verloren.

Seh‘ nach, wie lang‘, die Lagerzeit,
wo er geschlachtet – was ist heut‘,

Vorsorglich hab‘ ich ihn gebeizt,
das Backrohr auch sehr gut beheizt,
mit Wein getauft das arme Vieh‘,
erhoffte mir – das schmeckt man nie,
daß in dem Puter – Pharmazie.

© Ingrid Riedl

E R N Ä H R U N G

Gesundheit ist das höchste Gut
und wer sie achtet, braucht nicht Mut.
Ernährung ist uns allen wichtig,
Die Wahl der Speisen oft nicht richtig.
Wer schlemmt und nicht auf vieles achtet,
der sieht wohl, wie der andre schmachtet,
der noch asketisch Körnderl mahlt.

Der Schweine-Hax‘n-Esser strahlt.

So gibt es auch Gewichtsprobleme.
Ich meine dies ganz ohne Häme
und hoffe, daß man sich nicht schäme.
Der Mensch bevorzugt das Bequeme.
Ist Quantität in eurem Sinn?
Die Qualität ist der Gewinn!
Wer denkt, wer kauft und überlegt,
ganz sicher auch sein Image pflegt.

Ich hab’s euch in den Mund gelegt.

© Ingrid Riedl

Antibiotika in Puten und in diversen Futtermittel, das unkontrollierte Verordnen von Antibiotika bei simplen Infekten, machen den Menschen immun.
Und betrachtet man die breite Palette der Reinigungsmittel mit antibakteriellen Zusätzen, die massenhaft erzeugten Pestizide als Pflanzenschutz, dann braucht sich keiner mehr wundern, wenn der Mensch und die Umwelt auch darunter leiden.

Ob Bio, Gen-Chip, Glas aus Reis,
der Fortschritt liegt nicht mehr auf Eis.
Ein Umbruch naht und auch die Frage:
Was macht der Bürger in der Lage?

Soll er nun loben, bangen, schmachten,
enttäuscht Kultur und Macht verachten?
Was machen wir nur in der Not,
wenn uns zuletzt das Unglück droht?

Wenn weiter die Gewinne zieh’n.
die Tage, Wochen, Monde fliehn,
und keiner etwas unternimmt,
wen wundert’s da, wenn gar nichts stimmt?

So kommt zuweilen was dazwischen,
um diese Spuren zu verwischen.
Es wird bestimmt nach vielen Jahren
so mancher etwas mehr erfahren.

Den „Glauben“ sollte man bewahren …

Ist das nun eine Glaubensfrage,
wenn Menschen Klonen heutzutage?
Sie wollen auch am Mond schon wohnen.
Nur: dieser läßt sich niemals Klonen

Doch dieser „Frevel“ – Frankenstein
kommt mit dem Fortschritt nicht allein.
Bringt er uns Unglück, Krankheit, Pein?
Der Mensch will Gott der Schöpfer sein.

Auch Viren werden dann mutieren
Wird DNA den Code verlieren?
Was nützt ein Mensch, der klug und schön?
Wenn Seuchen kommen, muß er geh‘n.

Es wird genetisch viel erprobt,
der Forschergeist immens gelobt
Die Gelder fließen kreuz und quer
Kein Skrupel schreckt den Menschen mehr.

So wird das weltenweite Klonen
in Denkerköpfen weiter wohnen
Wenn letztlich jemand Niere, Herz
dem Schwein verdankt, ist das kein Scherz.

Der Mensch wird so zum Tier gemacht
und spendet nicht nur Heilungskraft.
Er schlachtet, züchtet Ruhm und Macht,
hat auf die Folgen nicht gedacht.

Der Teufel hat ihn ausgelacht.

© Ingrid Riedl

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