Hygienemängel – Hände reinigen!

aloevera

© Ingrid Riedl

Aktualisierter Artikel

5may2014_top

Leben retten: Säubern Sie Ihre Hände

Links zum Thema:
http://www.euro.who.int/
Clean hands can prevent the spread of disease – http://www.who.int/mediacentre/multimedia/podcasts/2010/savelives_podcast_20100507/en/index.html

smili_think

Das Wort Hygiene stammt aus dem Griechischen und bedeutet „gesund[e Kunst]“. Es ist von Hygiéia, der griechischen Göttin der Gesundheit, abgeleitet.

Hygiene im engeren Sinn bezeichnet die Maßnahmen zurVorbeugung von Infektionskrankheiten, insbesondere Reinigung, Desinfektion und Sterilisation.

In der Alltagssprache wird Hygiene auch fälschlich an Stelle von Sauberkeit verwendet, obwohl Sauberkeit nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Aufgabenkreis der Hygiene darstellt.

Zu den individuellen Hygienemaßnahmen zählen heute die Haushalts-, Körper-, Mund-, Anal– und Sexualhygiene.

„Auch der Geist hat seine Hygiene, er bedarf, wie der Körper, einer Gymnastik.“

~ Honoré de Balzac ~

„Les rivalités / I. La vieille fille“, 1836″

 aerztin

Weltweit nehmen die Infektionen mit dem MRSA zu. Besondere Bedeutung hat der Keim in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Dort kommen Infektionen durch MRSA-Keime besonders häufig vor (als so genannte Nosokomialinfektion).

http://www.onmeda.de/krankheiten/mrsa_infektion-definition-9818-2.html

Aber auch außerhalb von solchen Einrichtungen kann es zu Infektionen mit MRSA kommen.

Deshalb unterteilt man MRSA-Infektionen mittlerweile in zwei Gruppen:

  1. MRSA in Krankenhäusern (engl. hospital acquired MRSA): Risikogruppen für eine Erkrankung sind vor allem alte Menschen oder Menschen, die bereits durch eine andere Erkrankung ein geschwächtes Immunsystem haben.
  2. MRSA außerhalb von Krankenhäusern (engl. community acquired MRSA, sog. „c-MRSA“): Diese Form der MRSA-Erkrankung kann auch von Gesunden erworben werden, kommt aber vergleichsweise selten vor.

Durch den fahrlässigen Umgang mit Hygiene verbreitet sich in Kliniken ein lebensbedrohlicher Keim namens MRSA. http://de.wikipedia.org/wiki/Staphylococcus_aureus

schluesselNachtrag am 26. April 2014

Neben den Streptokokken sind vor allem Staphylokokken die häufigste Ursache von Haut- und Schleimhautinfektionen bei Kindern und Erwachsenen. Es handelt sich um grampositive Bakterien, die auch bei immunkompetenten Menschen Infektionen hervorrufen können. Der beim Menschen wichtigste Vertreter ist dabei Staphylococcus aureus (S. aureus). Bei tiefen Weichteilinfektionen liegt außerdem nicht selten eine Mischinfektion mit S. aureus und S. pyogenes vor.

Diese Erreger sind ubiquitär und finden sich vor allem auf der Nasenschleimhaut. Lediglich bei rund 20 Prozent der Bevölkerung ist S. aureus nicht auf der nasalen Schleimhaut nachweisbar. Der Keim kann aber auch auf andere Hautbereiche übergehen, 50 bis 70 Prozent der Bevölkerung weisen eine passagere, 15 bis 20 Prozent sogar eine permanente Hautbesiedlung auf. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt – sei es als Schmierinfektion über infizierte Mitmenschen oder Haustiere oder über kontaminierte Oberflächen. Auch eine sexuelle Übertragung ist beschrieben.

Ausgeprägte Resistenzbildung

In die Schlagzeilen kommt S. aureus immer wieder aufgrund der ausgeprägten Neigung zur Resistenzbildung. Der Keim ist sehr anpassungsfähig und bildet vor allem rasch Resistenzen gegen Betalaktam-Antibiotika wie das Methicillin und wurde daher auch als MRSA, also als Methicillin-resistente S. aureus, bekannt. Auch gegen andere gebräuchliche Antibiotika wie Ciprofloxacin, Vancomycin und Linezolid wurden die Erreger laut Angaben des Robert Koch-Instituts zum Teil schon rasch nach deren Markteinführung resistent.

Gefährdet durch MRSA-Infektionen sind, so heißt es in den Leitlinien zu Staphylokokkenbedingten Haut- und Schleimhautinfektionen, vor allem Patienten in Arztpraxen, in Altenpflegeheimen sowie in Kliniken. Geschätzt wird, dass mittlerweile rund 20 Prozent der S.-aureus-Infektionen in Kliniken durch MRSA bedingt sind. Aber auch außerhalb dieser Bereiche können MRSA zum Problem werden und für zum Teil schwer verlaufende und lang andauernde Hautinfektionen verantwortlich zeichnen. In solchen Fällen wird von einer Community-associated-MRSA (CA-MRSA) gesprochen. Betroffen sind durchaus auch Menschen ohne bekannte Immundefizienz und ohne schwere Vor- oder Begleiterkrankungen. Beschrieben sind CA-MRSA vor allem bei Kindern in Kindergärten und Schulen, aber auch in Sportvereinen, bei Soldaten und bei Gefängnisinsassen.
Diagnostik der S.-aureus-Infektion

Die Diagnose einer Staphylokokken-Infektion wird üblicherweise anhand des klinischen Bildes gestellt. Dies gilt insbesondere für oberflächliche Infektionen. Kommt es jedoch zu einer tiefen Weichgewebeinfektion (Phlegmone), so ist entsprechend der Leitlinien eine breit angelegte mikrobiologische Diagnostik angezeigt.

Bei der Behandlung ist zwischen Methicillin-sensiblen S. aureus (MSSA) und den MRSA zu differenzieren. MSSA werden primär mit Methicillin behandelt, bei MRSA muss sich die Behandlung am Antibiogramm orientieren, zumal zunehmend Mehrfachresistenzen bekannt werden.

Oberflächliche Hautinfektionen können oftmals durch eine lokale Therapie ausreichend behandelt werden, bei tiefen Infektionen ist eine systemische Therapie unverzichtbar. Zusätzlich wird lokal mit Antibiotika und/oder Antiseptika behandelt mit dem Ziel einer Reduktion der Keimbelastung.

Impetigo contagiosa

Als Impetigo contagiosa werden oberflächliche Hautinfektionen bezeichnet, die durch S. aureus oder aber durch Streptokokken verursacht werden. Betroffen von der Hautinfektion sind meist Kinder, die Impetigo contagiosa ist die häufigste bakterielle Hautinfektion im Kindesalter. Infolge der Infektiosität sind lokale Epidemien in Kindergärten oder Schulen nicht selten.

Üblicherweise ist eine Lokaltherapie der Infektion ausreichend, es werden Antiseptika empfohlen sowie eventuell eine antibiotische Behandlung mit Fusidinsäure. Die Therapie sollte konsequent erfolgen, da unbehandelt das Risiko des Fortschreitens hin zu einer tiefen Weichteilinfektion oder eine Lymphangitis und im schlimmsten Fall sogar einer Sepsis droht.  Zur Infektion kommt es in aller Regel durch eine Störung der Hautbarriere durch Verletzungen oder auch auf dem Boden eines Ekzems. Gefördert wird die Erkrankung durch feuchte Wärme und mangelnde Hygiene, so heißt es in den Leitlinien. zahnDer Stellenwert der MRSA-Kolonisierung in der zahnärztlichen Praxis

Der Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) ist ein auf die gängigen β-Laktam-Antibiotika (Penicilline) und verschiedene andere Antibiotika-Klassen nicht ansprechender Keim. Er ist eine relevante Ursache schwerer nosokomialer Infektionen – besonders bei immunkompromittierten Patienten – und hoch ansteckend. Die Übertragung findet durch direkten Kontakt mit infizierten Personen, aber auch durch besiedelte Objekte statt. In der zahnärztlichen Praxis kann es durch den nahen Patientenkontakt bei zusätzlicher häufiger Aerosol-Entstehung leicht zur Transmission entsprechender Bakterien kommen. Für die theoretisch mögliche Übertragung durch kontaminierte Oberflächen in der Praxis existieren allerdings bislang keine Zahlen. Bei zufälligen Routineabstrichen im Nasen- und Rachenraum wurde eine MRSA-Besiedlung von circa zwölf Prozent zahnärztlich behandelter Patienten, aber auch von bis zu 32 Prozent der Zahnmedizinstudenten gezeigt. MRSA wurde im Plaque älterer Patienten, in der Luft, auf Behandlungsstühlen und sogar auf den Fußböden von Zahnkliniken nachgewiesen. Eine reichliche Kontamination von aus dem zahntechnischen Labor stammenden prothetischen Apparaturen mit potenziell pathogenen Mikroorganismen wurde ebenfalls beschrieben.Die Vermeidung einer MRSA-Übertragung, sei es gegenüber einer Erstinfektion oder der Weitergabe des Keims, ist daher multifaktoriell. Neben der Einhaltung strikter Reinigungsregeln des Arbeitsplatzes, aller verwendeten Geräte und auch der zahntechnischen Werkstücke kann eine verbesserte Handhygiene zu verringerten Infektions- und Transmissionsraten führen. Neben der Desinfektion der Hände ist das Tragen von Handschuhen und deren Wechsel bei Beendigung der Behandlung von hoher Wichtigkeit. Die Verwendung eines Mundschutzes und einer Schutzbrille sollte zum therapeutischen Standard gehören.

Zusammenfassung:

Neben den mit infizierten Patienten in Kontakt gekommenen Oberflächen stellen die am Patienten tätigen zahnärztlichen Mitarbeiter ein potenzielles Reservoir für den MRSA-Keim dar; sollte eine Infektion bereits aufgetreten sein, können der Zahnarzt und sein Personal den Keim auf professionelle und private Kontakte weiter übertragen. Daher ist auch unter diesem Wissen eine effiziente Hygiene (Flächendesinfektion, Händereinigung, Schutzkleidung) unabdingbar.

Als ein unkompliziertes, aber sehr wirksames begleitendes Vorgehen ist das einminütige Spülen des Oropharyngealraums mit einer Chlorhexidin-Mundspül-Lösung (zum Beispiel mit dem Goldstandard Chlorhexamed Forte 0,2 Prozent) anerkannt. Diese Mundspülungen können durch das Einbringen einer Chlorhexidin-Salbe in den Nasenvorhofbereich ergänzt werden.
• Bedingt durch die hohe Substantivität von Chlorhexidindigluconat (CHX) an natürlichem Gewebe in Verbindung mit einer gezielten, gut wirksamen, unspezifischen antiseptischen Wirkung auf Keime wie die hier besprochene Staphylococcus-aureus-Familie, ergibt sich ein über zwölf Stunden anhaltender antiseptischer Effekt im Bereich der desinfizierten Haut- beziehungsweise Schleimhautareale.

• Klinische Untersuchungen belegen, dass beim Einsatz von CHX-Lösungen und -Salben im Mund- und Rachenraum sowie dem Nasenvorhof signifikante Reduktionen (über 50 Prozent) der Staphylococcus-aureus-Keimbesiedelungen bewirkt werden. Eine Tatsache, die nahelegt, diese einfache und kostengünstige Desinfektion generell vor bedeutenden therapeutischen Maßnahmen im Mund des Patienten auszuführen.

• Beim generellen Einsatz einer alkohol-freien CHX-Mundspül-Lösung in der Praxis sollte ebenfalls auf Wirksamkeitsnachweise geachtet werden, da der Verzicht auf Alkohol nicht durch den Verzicht auf Wirksamkeit erkauft werden darf. Mit der neuen Chlorhexamed alkoholfrei mit 0,2 Prozent CHX ist nun auch eine alkoholfreie Mundspül-Lösung in bewährter Chlorhexamed-Qualität und klinisch äquivalenter Wirksamkeit verfügbar.

http://www.zm-online.de/hefte/Staphylokokken-Infektionen-der-Haut_47548.html

efeu

Der Humor nimmt die Welt hin, wie sie ist, sucht sie nicht zu verbessern und zu belehren, sondern mit Weisheit zu ertragen.‘‘

http://zitate.woxikon.de/humor

Arzthonorar

Es lauern überall Bakterien und Viren

Im Haushalt, wie auch in Pflegebereichen, wo feuchte Küchenschwammtücher besonders unhygienisch sind, tummeln sich viele Krankheitserreger. Denn mit dem Schwamm verteilt man Keime auf den gesamten Arbeitsflächen und von dort auch ins Geschirrtuch, auf das Trinkglas, auf die Lebensmittel …

Sie haben Angst sich am WC eine ansteckende Krankheit zu holen? Dann geht es Ihnen wie den meisten Menschen. Doch das WC ist keineswegs die Keimschleuder Nummer eins. Aber: Kontaminierte Türklinken sind eine besondere Gefahrenquelle.

1982 wurden erstmals in den USA neue Durchfallerreger entdeckt, die inzwischen in Deutschland zu den zweithäufigsten Erregern einer Durchfallerkrankung gehören. Sie sehen unter dem Mikroskop genau so aus wie unsere normalen „Hausbakterien“ im Darm: Den bekannten E. coli-Bakterien.
Sie haben sich aus einer Art „Kreuzung“ der normalen Darmbakterien und den sehr gefährlichen Ruhr-Bakterien, den „Shigellen“ entwickelt:
Irgendwann vor einigen Jahrzehnten ist der entscheidende Giftstoff der Ruhrerreger, das „ Shigatoxin“ in unsere natürlichen Darmbakterien „eingewandert“.
Diese Erreger haben in den USA, in England und in Japan zu Epidemien geführt.

Die entscheidende Gefährdung der infizierten Patienten besteht in der Entwicklung eines Nierenversagens besonders bei Kleinkindern unter 6 Jahren und bei alten und kranken (immungeschwächten) Menschen.

Prävention im ambulanten Pflegebereich und in Alten- und Pflegeheimen

Durch eine MRSA Infektion  gefährdet sind Personen mit offenen Wunden oder Hautläsionen sowie mit bekannten Dispositionen für eine Infektion mit S. aureus (z.B. Diabetiker, dialysepflichtige Patienten). In diesen Fällen ist eine Distanzierung von MRSA-Trägern bis zur erfolgreichen Sanierung geboten. Außerhalb der Krankenhäuser treten seit 2 Jahren auch in Deutschland zunehmend cMRSA – also ambulant erworbene MRSA  auf. Da diese in der Regel ein makrophagenschädigendes Toxin bilden und damit schwere insbesondere Haut- und Weichteilinfektionen verursachen können, ist ihre Verbreitung besonders gefürchtet.

Auch das ambulante Pflegepersonal muss sich auf den Umgang mit pflegebedürftigen MRSA-Trägern einstellen. Information über den Trägerstatus durch die Klinik an den weiterbehandelnden Hausarzt sind erforderlich. Dieser sollte dann den zuständigen Pflegedienst informieren. Es gilt dann für das Pflegepersonal auch hier, die Weiterverbreitung auf andere Patienten zu vermeiden. Das bedeutet auch hier hygienische Händedesinfektion vor und nach jeder Tätigkeit am Patienten mit Körperkontakt.

Weiters  sind Einmalhandschuhe (vor und nach jedem Anlegen der Einmalhandschuhe ist eine Händedesinfektion notwendig) und patientengebundene Schutzkittel bei der Versorgung von Wunden, Tracheostomata, Kathetern und Sonden oder bei möglichem Kontakt mit Körpersekreten oder -ausscheidungen zu tragen. Zur Verhinderung der Besiedlung der Nase des Personals empfiehlt sich bei Tracheostomapflege und Bettenmachen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Pflegehilfsmittel sollten patientengebunden verwendet bzw. nach Gebrauch desinfiziert werden.

Es wird empfohlen, die anfallende Wäsche desinfizierend zu waschen.

Viren machen auch vor Bakterien nicht Halt: Sie verfrachten ihr Erbgut ins Innere der Mikroben, wo es sich vermehren kann – am Ende gehen die Bakterien zugrunde und Unmengen von fertigen Viren treten aus. Bei den gefährlichen EHEC-Bakterien gibt es ein Virus, das beim Verlassen der Mikroben die genetische Information für einen Giftstoff mitnimmt und auf andere Bakterien überträgt.

Was sind Salmonellen?

Die Salmonellenenteritis ist eine durch die Bakterien Salmonella enteritidis und Salmonella typhimurium ausgelöste Durchfallerkrankung. Diese beiden Salmonellenarten sind die häufigsten Erreger von Durchfallerkrankungen, die weltweit auftritt.

Die Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten erster Krankheitszeichen (Inkubationszeit) beträgt 5 – 72 Stunden, maximal 7 Tage. Neben den Durchfällen kann es zu Bauschmerzen sowie im weiteren Krankheitsverlauf zu Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen kommen.

Nach dem Infektionsschutzgesetz besteht eine namentliche Meldepflicht für Salmonellenenteritis, wenn

  • ein Mensch betroffen ist, der beruflich mit Lebensmitteln umgeht
  • eine oder mehrere gleichartige Erkrankungen auftreten, bei denen ein epidemischer Zusammenhang vermutet wird
  • Ausscheider des Erregers
http://www.ages.at/ages/ernaehrungssicherheit/lebensmittelbedingte-krankheiten/faq-salmonellen/
http://www.medizin.de/

Früher musste noch jeder, der in der Lebensmittelbranche tätig war, in der Gastronomie, im Klinikbereich oder Altenheim etc. eine jährliche Gesundenuntersuchung (Röntgen, Stuhlprobe) durchführen lassen, um Tuberkulose oder eine Salmonellenerkrankung ausuzuschließen. Heute ist das anscheinend nicht mehr erforderlich.

Wo bleibt die Prävention –  VORSORGE ?

EHECInfektionen – Enterohämorrhagische Escherichia coli

Die Erreger sind mittlerweile weltweit verbreitet. Sie werden übertragen durch verunreinigte Lebensmittel oder durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch oder Tier zu Mensch.

Besonders in den Sommer– und Herbstmonaten ist die Infektionsgefahr erhöht. EHECInfektionen des Menschen führen zu akuten lokalen entzündlichen. Prozessen des Dickdarms (Gastroenteritis) …

Die ausgelöste Symptomatik umfasst ein relativ breites Spektrum, das von wässrigem Durchfall bis zu blutiger Diarrhoe reicht. Erbrechen, Bauchkrämpfe und auffallende Blässe gehören ebenso zu den Symptomen.

Die Erkrankung kann sich aber auch steigern bis hin zu einer hämorrhagischen Colitis (HC). Dabei handelt es sich um eine Dickdarmentzündung, die mit Blutungen verbunden ist. Sie wird begleitet von Übelkeit, Bauchkrämpfen, Erbrechen und Fieber. Der Verlauf der Krankheit dauert hier länger als eine Woche an.

Bei Kindern und Menschen über 65 Jahren ist die Gefahr eines HUS-Syndroms erhöht. Das Risiko steigt ebenfalls, wenn die EHEC-Durchfallerkrankung mit Antibiotika behandelt wird. Auch Medikamente, die die Peristaltik des Verdauungstraktes verlangsamen, können das Risiko steigern, an einem hämolytisch-urämischen Syndrom zu erkranken.

Die Erkennung der Infektion erfolgt durch Laboruntersuchungen des Blutes.

Nachdem die Durchfälle aufgehört haben, können noch bis zu einem Monat danach Erreger ausgeschieden werden.

Konsequente Hygiene bei der Zubereitung von Speisen.

• Aufbewahrung roher Lebensmittel im Kühlschrank. Sie sollen nie länger als 2 Stunden außerhalb des Kühlschrank liegen; Hackfleisch am selben Tag verarbeiten.

• Aufbewahrung sowie Zubereitung roher Lebensmittel, wie Fleisch, getrennt von anderen Lebensmitteln.
• Erhitzung von Lebensmitteln auf über 70°C für mindestens 10 Minuten.

Milch (Rohmilch, Milch ab Hof und Vorzugsmilch) vor Genuß abkochen.
Fleisch, vor allem Hackfleisch, nur gut durchgegart verzehren.

• Rohgemüse ausreichend waschen.

• Verzicht auf Rohmilch sowie daraus hergestellten Produkten und rohem Fleisch bei besonders gefährdeten Personen (Säuglinge, Kinder, ältere und abwehrgeschwächte Menschen).

Nachgewiesen wurde der Erreger in rohem Rind-, Lamm- und Geflügelfleisch, roher Milch und anderen Lebensmitteln wie Wurstwaren, Fisch, Kartoffeln, Salat und Gemüse.

Eine EHEC-Infektion durch Rohmilchkäse und Rohwurst ist nicht völlig auszuschließen, da diese Lebensmittel bei der Herstellung nicht ausreichend erhitzt werden. Auch Kontakte mit Tieren oder Tierkot (insbesondere bei Wiederkäuern) können Ansteckungsquellen sein.

Regeln zur Hygiene im Haushalt

1. Waschen Sie sich grundsätzlich vor jeder Speisenzubereitung die Hände gründlich mit heißem Wasser und Seife. Dies gilt insbesondere nach dem Besuch der Toilette.

2. Lagern sie rohe, d.h. keimhaltige, und bereits erhitzte, d.h. keimarme, Lebensmittel getrennt.

3. Halten Sie die Temperaturen beim Tiefgefrieren (unter -18°C), Kühlen (unter +7°C) und beim Erhitzen (über 75°C in allen Teilen des Lebensmittels) ein und überprüfen sie hin und wieder die Temperatur mit einem Thermometer.

4. Wenn Sie gegarte Lebensmittel aufbewahren wollen, so kühlen Sie diese rasch durch. Am besten Sie stellen diese Speisen unverzüglich (eventuell nach kurzem Ausdampfen) in den Kühlschrank.

5. Im Umgang mit rohen Eiern sollten Sie besonders auf Hygiene achten. Verwenden Sie nur frische Eier und lagern Sie diese im Kühlschrank getrennt von anderen Lebensmitteln.

6. Rohe Fleisch- und Wurstwaren, Schlachtgeflügel, Seetiere, Eier und Eiprodukte, Cremes, Salate und Mayonnaisen mit Rohei gehören stets nach dem Einkauf in den Kühlschrank. Am besten ist es, diese Lebensmittel in leicht zu reinigenden Gefäßen abgedeckt aufzubewahren.

7. Achten Sie beim Auftauen vom Fleisch und Geflügel darauf, dass die Auftauflüssigkeit entfernt wird, ohne dabei mit anderen Lebensmitteln in Berührung zu kommen. Reinigen Sie Auffangschalen gründlich und umgehend, wenn möglich in der Spülmaschine.

8. Wählen Sie Küchengeräte, die vollständig und leicht zu reinigen sind. Spülen Sie diese Geräte möglichst häufig (gegebenenfalls in der Spülmaschine), insbesondere bei wechselnder Verarbeitung roher und gegarter Ware.

9. Wechseln Sie Geschirrtücher, Spüllappen und -bürsten häufig. Kochen Sie Geschirrtücher und Spüllappen regelmäßig aus.

10. Achten Sie auf saubere Arbeitskleidung.

Für rohe und gekochte Lebensmittel nutzt man am besten unterschiedliche Schneidebretter. Den Kühlschrank einmal monatlich mit Essigwasser putzen und regelmäßig abtauen. Bevor man Lebensmittel verarbeitet, sollte man sich immer die Hände waschen. Untersuchungen haben gezeigt, dass die meisten Keime über die Hände an Speisen gelangen.

Mit gründlichem Händewaschen beugen Sie einer Keimübertragung und -verbreitung wirksam vor.

Viele Leute reagierten mit Panik auf den Gedanken, dass der Ausbruch der sogenannten Schweingrippe unzählige Tote fordern würde. ABER: Es gibt viele andere infektiöse Krankheitserreger, die zum Tod führen können.

Das Thema ist wahrlich unerschöpflich, aber es ist mir ein Bedürfnis, wenigstens ansatzweise zum Nachdenken anzuregen und Hygieniker aufzufordern, mehr Aufklärung in Form von Kursen für das Pflegepersonal auch in den Haushalten anzuberaumen.

Aus der Geschichte können wir lernen,
dass noch nie aus der Geschichte gelernt wurde
.

Ignaz Philipp Semmelweis * 1. Juli 1818 – † 13. August 1865 in Döbling (bei Wien) war ein Vorkämpfer für die Antisepsis. Er entdeckte die Ursache des Kindbettfiebers – eine von hohem Fieber begleitete eitrige Berührungsinfektion. Durch Einführung der Desinfektion durch Waschungen der Hände mit einer Lösung aus Chlorkalk als hygienische Maßnahme konnte Semmelweis  in seiner Abteilung die hohe Sterblichkeit der Frauen um die Hälfte senken.

http://www.onmeda.de/lexika/persoenlichkeiten/semmelweis.html

Infektionskrankheiten von A – Z> http://www.rki.de/cln_171/nn_196878/DE/Content/InfAZ/InfAZ__node.html?__nnn=true
 
♞ ♘  Überlebenskunst – Ingrid – Erinnerungen
smili_think
Die andere Seite der Problematik:
Multiresistente Keime und Medikamente im Trinkwasser:
http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitegen.php?tab=2&source=/nano/astuecke/46768/index.html

  Gesundheitsanbieter im Überblick:

http://www.weisse-liste.de/

„Wahre Küsse gibt es nur mit Odol“ –  (Mundgeruch?)

Eine Ausstellung im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden -> http://www.dhmd.de/

P.S.: Bei den Inuit gibt es den Brauch des Nasenkusses- Aber eigentlich kann man davon ausgehen, dass sich alle Menschen auf der Welt gerne küssen. Das ist eine Sprache, die jeder versteht.

Rund 700 Exponate, darunter die „Klassiker“ der gläsernen Figuren wie dem „Muskelkopf“, „Schmerzensmann“ und „Scheibentorso“ oder auch Architekturmodelle der I. Internationalen Hygiene-Ausstellung 1911 sowie – als älteste Ausstellungsstücke – Figurinen von Verstorbenen aus dem dritten vorchristlichen Jahrhundert.

Und was ist schön? –> http://www.youtube.com/watch?v=VOHLyo9pF90&feature=player_embedded

bub grimasse

PAHI – Patientenhilfe

Die Sonne sonne scheint für alle …  ☎ 

www.ingridriedl.net

 

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