Glücksmomente

Der Spruch „Jeder ist seines Glückes Schmied … „ – zugeschrieben Appius Claudius Caecus – ist weit verbreitet.
Schmieden kann man „Pläne“ – aber kein Glück. – das ist meine Ansicht.
In einer Gesprächsrunde habe ich unlängst über Zitate und Sprüche rund um den Begriff des „Glücks“ – angeregt diskutiert.

In Appius Claudius Caecus Gedicht heißt es: „fabrum esse suae quemque fortunae“ jeder sei der Schmied seines Glücks …
Die betonte Stellung des faber am Anfang seines Vers, erklärt zugleich die Bedeutung des Spruches „ständiges, emsiges Schmieden“.
Damit wollte er vermutlich auf seine erstaunlich schnelle und erfolgreiche Karriere hinweisen.
Appius Claudius Caecus, (lateinisch caecus = „der Blinde“; * um 340 v. Chr.; † 273 v. Chr.) war ein bedeutender Politiker und Staatsmann der mittleren Römischen Republik.
Er nahm sich der Rechte der Unterschicht und der freigelassenen Sklaven an, ermöglichte ihnen die Teilnahme an Wahlen, sowie deren Kindern sogar die Aufnahme in den Senat.
Er reformierte die römische Rechtsordnung, veröffentlichte zum ersten Mal einen Gerichtskalender und Prozessformeln, deren Kenntnisse bis dahin den Pontifices (sakralen Beamten ) vorbehalten waren, befasste sich mit Literatur und Rhetorik und ließ die wohl bekannteste gepflasterte Straße der Antike, die Via Appia, von Rom nach Capua bauen.

Nach dieser Hintergrundbeleuchtung bleibt das Resüme`, dass dieses Zitat:
„Jeder ist seines Glückes Schmied“ nicht so leichtfertig und gedankenlos ausgesprochen werden soll, denn viele Opfer von Schicksalsschlägen, unverschuldeten Unfällen, Gewalttaten, Naturkatastrophen, können mitunter nur bedingt Krisen bewältigen oder verarbeiten.
Menschen,  die von schweren Krankheiten gezeichnet sind, mit körperlichen Behinderungen leben müssen oder anderen „unglücklichen“ Ereignissen ausgesetzt sind, ist nicht selten die Möglichkeit verwehrt, IHR GLÜCK zu „schmieden“.

Die Fähigkeit zum Glücklichsein hängt aber auch von äußeren Umständen, der individuellen Einstellungen und von der Selbstbejahung in einer gegebenen Situation ab.

Dass Glück Aktivität und eine ausfüllende Beschäftigung voraussetzt, gehört zu den von alters her gültigen Einsichten, wie auch Spazierengehen in der freien Natur. Gleichzeitig sind Sehen, Hören, Spüren, Riechen, Essen, Trinken, LIEBEN und GENIESSEN – eine Quelle für Freude und Glück.
Siehe auch: klick–> Wikipedia – Glück

Man kann „Glück haben“, Glücksmomente erleben, „Glückseligkeit empfinden“.

Das GLÜCK entdecken

Das Schicksal kann sich drehen, wenden,
uns tragen, Trost und Freude spenden,
die Lebensgeister laben, wecken,
mit Liebe auch das Glück entdecken.

© Ingrid Riedl

CARPE DIEM Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Mit der Frage: „Was ist Glück“,  beantworteten manche Philosophen  – z.B. die Glückseligkeit als Zustand vollkommener Befriedigung.
Der Schwerpunkt der psychologischen Forschung liegt also ganz eindeutig darauf, was uns unglücklich macht und nicht darauf, was uns glücklich macht.
In der Psychologie ist der Begriff „Glück“ eher selten verankert.
Forscher sprechen häufiger von „Zufriedenheit“, „Wohlbefinden“, „Sinn“, „Freude“, „Positiverfahrungen“, „Lust“ oder „Erfolg“.

 friendship

Kristalle der Gedanken.

Wenn Trauer mal dein Herz bewegt,
dir Kummer auf den Magen schlägt,
die Zukunft trostlos, trist erscheint
der Mut vergeht, das Auge weint,
verzage nicht, sei hoffnungsfroh,
vergiss das Träumen nie,
Kristalle der Gedanken

sind mehr als

Phantasie.

© Ingrid Riedl

AMRISE

Unsere Konsum- und Marktwirtschaft beruht auf der Idee, dass man Glück kaufen kann, wie man alles kaufen kann. Und wenn man kein Geld bezahlen muss für etwas, dann kann es einen auch nicht glücklich machen. Dass Glück aber etwas ganz anderes ist, was nur aus der eigenen Anstrengung, aus dem Innern kommt und überhaupt kein Geld kostet, dass Glück das „Billigste“ ist, was es auf der Welt gibt, das ist den Menschen noch nicht aufgegangen.

~ Erich Fromm (1900 – 1980), Psychoanalytiker ~

BERGSCHUHE

Die Vernunft ist nur ein Faktor menschlicher Wirklichkeit. Mit ihr und oft auch gegen sie gibt es noch die irrationale Macht der Gefühle.
Für Träume ist die Konsumwerbung und Filmindustrie zuständig.
Gefühle scheinen nicht mehr erlaubt zu sein, denn auf “edler Vernunftsbasis” wird nüchterne Politik gemacht, wobei die seelischen Erkrankungen und Drogenprobleme weiter zunehmen.
Wir haben die gesellschaftliche Illusion des käuflichen Glücks – auch auf chemischer Basis.
Es ist das „GLÜCK“, das der Wirklichkeit fehlt und das durch die moderne Nüchternheit wegrationalisiert wurde.

Wenn Menschen füreinander
in Liebe wieder Menschen werden,
öffnet sich der Himmel über der Erde.
aus: »Worte zum Menschsein«

~ © Phil Bosmans ~

Ja, renn nur nach dem Glück / doch renne nicht zu sehr / denn alle rennen nach dem Glück / das Glück rennt hinterher. Zitat aus: „Dreigroschenoper“
~ Bertolt Brecht * 10.2.1898 – † 14.8.1956 – Dramatiker und Lyriker ~

Liebe, welche auch verzeiht.
Flügel, die uns Gott verleiht
aus dem Glauben, Hoffen.

Liebe, welche auch verzeiht,
lässt ein Fenster offen.

Seele, Herz – mental vereint,
Wehmut, die auch manchmal weint.
Sehnen, das in Träumen endet,
immer wieder Hoffnung spendet
mit der Liebe eng verbunden,
hat schon oft das

GLÜCK

gefunden.
© Ingrid Riedl 2009

 

Bruecke


 

Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe in Japan rufen uns zum Gebet.

Trotz der großen geografischen Entfernung sind uns die Menschen in Japan nah.

HIER HABE ICH BEREITS VOR ÜBER EINEM JAHR ÜBER DIE GEFAHREN EINER ATOMKATASTROPHE GESCHRIEBEN:

https://phrasen.wordpress.com/category/radioaktiv/page/3/

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