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Schicksalbericht. ♞♘ Behinderung & Behördenwillkür

Wenn uns die Zeit zum Eilen drängt,
der Himmel voller Wolken hängt, kein Sonnenstrahl den Morgen grüßt,
kein Lächeln uns den Tag versüßt,
dann denke an die schönen Stunden,
die du mal dort,
mal da gefunden.
 © Ingrid Riedl

( 2014 ) Nach lebensbedrohlichen und schmerzhaften Krankheitsphasen mit chronischer/ akuter Atemnot, beängstigenden Herzbeschwerden, Infekten, Lymphödemen, offenen Beinen, Schleimbeutel- und Lungenentzündungen, neuropathischen Einschränkungen, bin ich wieder einmal hier bei meinem  etwas verwaisten Blog gelandet.
Bis jetzt … hat mich weder die „Grippe“ hingerafft, auch nicht der Krebs mit multiplen Metastasen – im Rückenmark und der gesamten Wirbelsäule, meine Diabetes- und schwere Herzerkrankung, oder die angeborene StoffwechselerkrankungCF-Mukoviszidos…  mit Sekundärveränderungen an Lunge, Pankreas, Darm, Leber, Gallenwegen und dem Reproduktionstrakt …
Zum Lachen habe ich aber trotzdem keinen Grund – auch wenn man behauptet: „Humor ist – wenn man trotzdem lacht.“

Nun ja, über sich selbst lachen zu können, ist auch schon was.

pcangryAuch einen Rohrbruch ( unter der Badewanne ) mit enormen Wasserschaden bis in die Küche, habe ich  2011  „überlebt“, obwohl die gesamte Schadens-Suche mit mehrmaligem Aufbohren des Bodens und der Bad-Fliesen …   6 Monate dauerte ( !!! ) Der Schmutz, den die Installateure verursachten und die zwei aufgestellten elektrischen Trockenapparate von der Fa. MIBAG machten das Leben in der Wohnung (besonders in der Sommerhitze August ) zur Qual …smili_think

Meine Ansuchen um Hilfeleistung beim ISD – wo ich 5 Jahre ehrenamtlich/unentgeltlich wöchentlich zur Verfügung stand – beschränkte sich nur auf die Zusage,  ein Essen auf Rädern  zu liefern … wenn ich aufgrund der Umbauarbeiten kein Wasser zur Verfügung habe …  Tja, ich muss mich daran gewöhnen, dass für mich nicht gilt, was andere problemlos – geschenkt erhalten.

▀ ‿ ▀ \

Aber da ich aufgrund vieler Dankesschreiben meine ehrenamtliche Tätigkeit immer noch ausübe, auch Fortbildungsveranstaltungen besuche, wenn möglich, selbst koche und meine vielen Blumen pflege, habe ich wenig Zeit zum Nachdenken.

MEDIZINISCHES WUNDER  gibt es immer wieder:

http://de.wikipedia.org/wiki/Paralympische_Spiele

Wo ist die finanzielle UNTERSTÜTZUNG  für die zugesagte Wohnungsadaptierung und dem Einbau eines Treppenlifts … ?

SPENDEN  Gelder –  sind „versickert“ wie ich erfahren musste  … und die Korruption blüht …

TRAURIG

gesundsein_wuensche © Ingrid Riedl

© Ingrid Riedl

klick-> LEBENSMUT & Biografie II

Wie seit über einem Jahrzehnt ist ein Tagesausflug oder eine Urlaubsreise in das Wunschdenken eingebunden, sowie das Entgegenkommen der  TGKK Krankenkasse für lebensnotwendige Medikamente … u.a. Sauerstoff in Flaschen bei meiner  COPD, CF und besorgniserregenden Kardiomegalie mit anteriorem Hemiblock, dem Bronchial CA mit ausgeprägtem Lungenemphysem  …  Die Jahre vorher, erhielt ich problemlos komprimierten Sauerstoff in Flaschen – fach-ärztlicherseits verordnet. ( PET 1990 – CT- MRT- Befunde) Nach der Einführung von Flüssigsauerstoff  im Jahr 2004, war ich drei Mal beim Lungenfacharzt, erhielt aber trotz Verordnung von 2 x 20  Liter Sauerstoff mit einer 2 Liter Fl. zum Nachfüllen (für Unterwegs) – nur den Sauerstoffkonzentrator. Dieser ist lt. Richtlinien für bettlägrige Patienten vorgesehen. Da der gelieferte Konzentrator 3 Jahre ( !!! ) nicht gewartet wurde,  habe ich  ihn nach einer überstandenen Lungenentzündung zurückgeschickt. Ich muss mir – gezwungenermaßen O Pur http://www.opur.de/ – selbst kaufen.

Alle meine Ansuchen auf die Bewilligung von komprimierten oder Flüssig-Sauerstoff in Flaschen – wurden von der TGKK kategorisch abgelehnt.
klick —>    Medienbericht über die Ablehnung einer Sauerstoff-VerordnungKein Befund? ♦ Jede Erkrankung und Behandlung wird nach dem  ICD- Code  – dokumentiert – und abgerechnet.Ein Auszug meiner radiologischen Untersuchungen – pdf Datei –>  RADIOLOGIE_TILAK_0003
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http://www.xing.ch/image/ct_72_ctDownload1.htm
Spuren im Sand …  ♫ … Flashcard
sonneNachtrag:  Ab August 2014 wird mir komprimierter Sauerstoff in 10 l Flaschen von der  Fa.Air Liquid über ärztliche Verordnung nach Hause geliefert. 
72-70_IB15_Sauerstoff
Langzeit – Sauerstofftherapie
PDF Icon
25. 10. 2012. Anamnestisch: Bronchus CA  und CF –  cystische Fibrose  –  COPD
Kardiomegalie ( Herzhypertrophie )  & mangelnder Inspirationstiefe … ca. 10 cm große Weichteilverschattung mit Luftflüssigkeitsspiegel zentral  … Raumforderung differenzialdiagnostisch einschmelzender Prozess … Hiatushernie = 11 cm  ♦  … atypisches Infiltrat … Pleurakuppenschwiele rechts 
 

Patient Ingrid Riedl - Dr. Andreas Oberhauser

 

 

Meine Thorax–Röntgen-Bilder vom 25. 10. 2012.  Diagnosezentrum Dr. Andreas Oberhauser ( wo auch vor Jahren viele CT/MRT Röntgen und eine Sonografie durchgeführt wurden.

klick->  DIMDI – Medizinwissen

Das DIMDI gibt Klassifikationen zur Kodierung von Diagnosen und Operationen heraus und pflegt weitere medizinische Bezeichnungssysteme. Außerdem betreibt es Informationssysteme für Arzneimittel, Medizinprodukte und zur Bewertung gesundheitsrelevanter Verfahren (Health Technology Assessment, HTA). In ergänzenden Datenbanken wird die Recherche in Fachartikeln und Fakten aus der Medizin angeboten.

Obwohl ich seit vielen Jahren meine Physiotherapien … gezwungenermaßen zuhause durchführe, mir auch die notwendigen Injektionen selbst verabreiche und somit der TGKK einiges an Kosten erspare, war nicht das geringste Entgegenkommen ersichtlich.  Leider muss ich- immer noch ungerechtfertigt Rezeptgebühren bezahlen …

  So zeigt das Leistungsblatt für das Jahr 2011 einen Gesamtbetrag von Euro 230,00 für Ärztliche Hilfe und Heilmittel. Ich bezahle mehr an Sozialversicherung im Jahr. Rezeptgebührenbefreiung erhalte ich keine mehr, da ich mit ca‘  Euro 10,00 monatlich – aufgrund der Pensions-Indexanpassung  – den Richtsatz überschreite. Dass ich Wohnungsmiete bezahlen muss, wird nicht berücksichtigt.  Merkwürdig.
Die meisten Medikamente muss ich selbst bezahlen.  Antibiotika, das ich wg. meiner CF und dem IGG & IGA  Mangel  regelmäßig benötige und das verordnet werden muss,  erhalte ich nur in Kleinpackungen mit 10 Stck. Tabletten,  3 Ampullen zu je  1 ml –  für Injektionen –  in einer Pckg., Salben in 30 g Tuben, Augentropfen – 5 ml … uswusf….

Und da ich mir meine notwendigen Injektionen ca. seit zwei Jahrzehnten zuhause –  mit Erfolg selbst verabreiche, muss ich Nadeln und Spritzen bezahlen. In einer Ambulanz oder Ordination vom zuständigen Arzt verabreicht … kostet es mich nichts.

Was kränkt macht …krank

Meine Lebensqualität  ist und war u. a. durch meine CF, Diabetes, der WS-Skoliose mit Beckenschiefstand, der multiplen Krebs- und Herzerkrankung und den vielen Operationen immer sehr eingeschränkt …   Durch die Nichtaufklärung meiner vielfältigen unheilbaren Erkrankungen, waren spezifische Behandlungen und Reha-Maßnahmen nicht möglich  und wenn ich an die Odyssee der klinischen – oft invasiven Untersuchungen denke, wird mir heute noch übel.

An Aufklärung mangelt es.  Insbesondere, wenn der Patient – wie ich – ein Forschungsobjekt ist und „gesund“ aussieht.

Als alleinerziehende Mutter dreier Kinder hatte ich keine Hilfe im Haushalt, musste Nachts als Kellnerin arbeiten, und mich als einziges Kind um meine ebenfalls krebskranke Mutter kümmern.  Rückwirkend betrachtet, ist es mir selbst ein Rätsel, wie ich das alles geschafft habe. Jedenfalls wurde mir bescheinigt, dass ich eine fürsorgliche und liebevolle Mutter und Tochter war und auf vieles verzichtete … zugunsten meiner Familie …
Herzensbildung, Liebe zur Familie, Disziplin und Willenskraft …

michael-angelo-1MEDIZIN – ETHIK: Kriterien für die ethische Zulässigkeit klinischer Studien

klick — > Nutzen und Schaden aus klinischer Forschung am Menschen   …. Abwägung, Equipoise … herausgegeben von Joachim Boos,R. Merkel,Hans-Heinrich Raspe, Bettina Schöne-Seifert

„Alles, was der Arzt sagt, soll wahr sein, aber nicht alles, was wahr ist, muss er sagen.“

Kernaussage beim 2. Internationalen Kongress für Medizinische Ethik 1966

efeu

klick–> WUNDER gibt es immer wieder

Zum 15 jährigen Bestehen meiner 1998  gegründeten PAHI-Patientenhilfe … und meinen Initiativen im Sozial- Gesundheits- und Behindertenbereich:

ESMOAls ich im Jahr 2004 beim ESMO Congress in Wien als Repräsentantin für Österreich eingeladen war und mit meinem E-Rollstuhl vom Hotel Stefanie, wo wir unser Zimmer zugeteilt bekamen, Seminare besuchten, wie auch Vorträge in der Stadthalle, 101_0137und im Restaurant am Abend  den Talk pflegten, staunte ich, dass man in Wien sozusagen rund um die Uhr mit dem E-Rollstuhl zum „Normaltarif“ befördert werden kann.  Somit habe ich mich umgehend eingesetzt, um auch hier ein Behindertentaxi (mit Rampe – auch für E-Rollstuhlfahrer)  in Innsbruck „installieren“ zu lassen. Es folgte ein reger Telefon- und Mailkontakt mit der WK und den Sozial- und Gesundheitsvertetern von Stadt und Land.
Nicht nur Kälte, Schnee, Regen und Dunkelheit sind ein Handycap, auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind nicht für jeden zumutbar und in der Nacht nur beschränkt zugänglich.

ELM
Beispiel eines Behindertentaxis in Wien:
Mobilität und Lebensfreude in Wien mit dem Freizeitfahrtendienst –> Behinderten-Taxi ELM
Gehbehinderte dürfen mit dem Behinderten-Taxi der Stadt Graz rund um die Uhr in die Fussgängerzone im Rahmen des Behindertentaxis ein- bzw. aus dieser ausfahren.
Behindertentaxi in Graz

BEHINDERTENTAXI_0001_NEW pdf Datei  

Ein kleiner Auszug vom Schriftverkehr bezugnehmend auf mein Ansuchen für ein  gefördertes – barrierefreies Taxi  –  für  Geh-Behinderte, aber insbesondere für E-RollstuhlfahrerInnen.  Anbei das Befürwortungs-Schreiben von BR  GR  Helmut  Kritzinger vom Tiroler Seniorenbund an die damalige Stadträtin und jetztige BürgermeisterIn Mag. Christine Oppitz-Plörer –   ( 2007 ) die all meine Schreiben nie beantwortete und mich nach meiner Vorspracxhe mit Terminvereinbarung – auch in diesem Jahr ( 2013) eine halbe Stunde im Vorzimmer warten ließ, um dann mit der Bemerkung … zu einer dringenden Besprechung zu müssen, nach 5 Minuten entschwand.

Nach meinen Initiativen über drei  Jahre und vielen fernmündlichen Gesprächen u. a. mit der Wirtschaftskammer und unserem Vizebürgermeister Franz Gruber, freue ich mich über die Installierung dieses geförderten barrierefreien Transportmittel zu normalen Förderungstarifen, auch wenn sich wieder einmal andere ( die selbst nichts erwähnenswertes leisten ) mit fremden Federn geschmückt haben. 

Echo in den Medien:  „Dieses Taxi ist ein Meilenstein für Innsbrucker Büger mit Handycap.“

Vielen Dank Herr BR  Helmut Kritzinger!  Unsere Namen wurden bei der Presse-Präsentation und auch später nicht genannt.smile_blume

OEZIV-BM-LIFT  pdf Datei

OEZIV  vom Jahr 1995  –   lobende Worten über meine ehrenamtliche Tätigkeit –  Befürwortung für einen Lifteinbau und einer möglichen Wohnungsadaptierung.   Stellungnahme von Dr. Christoph Wötzer vom 24. 10.2011 –  zu den über 10.000 Euro Spenden ( auf meinem Namen ) für einen Treppenlift und einer ev. Wohnungsadaptierung .  Ich wohne seit 1968 in dieser städt. Mietwohnung und habe viel an Altbausanierung ( Thermoglasfenster, Dachboden- Decken- und Wandisolierung, Bad- WC – Küche-Fliesen, Böden … ) investiert. Die Wohnungsmiete  ist relativ günstig, ich wohne im letzten Stock, schätze die Ruhe und die Grünanlagen rund um das Haus und die Wald-Idylle – 10 Gehminuten entfernt.  Von einem Wohnungstausch war entgegen den Behauptungen nie die Rede und ich habe auch keinen beantragt !!!  Es wurde mir von der zuständigen Stadträtin Dr. Pokorny-Reitter und auch nicht von Herrn Dr. Ch. Wötzer ein Wohnungstausch angeboten.  Ich ersuche um eine StellungnahmeWo ist dokumentiert, dass mir eine Wohnung zum Tausch angeboten wurde?  Welche Wohnung? 

Antwort-Schreiben von Dr. Kostelka/Dr. Heindl von der VA Wien an den Tiroler VA Dr.Hauser wegen einer Wohnungsadaptierung:

klick — >  Volksanwalt-2005 – pdf Datei

In meinem Besitz ist ein Akt mit handschriftlichen Randbemerkungen von der LR – Volksanwalt –  mit 66 Seiten über diese langjährige Causa.  Ich erhielt ihn anonym per Post zugesandt.  Von der Vinzenzgemeinschaft betreut? Dass ich nicht lache.  Seit 20 Jahren habe ich eine persönliche Assistenz und eine Haushaltshilfe. Wie Herr Dr. Ch. Wötzer angibt, war sein Erstbesuch bei mir im Jahr 2009 … andererseits hätte ab 2005 eine „Betreuung“ stattgefunden.  Meinen Wohnbereich hat vor 2009 niemand von der Vinzenzgemeinschaft betreten … und von Hilfeleistungen bemerkte ich nichts.     Als der allgemeine Lifteibau – bis zum Halbstock –  im Jahr 2007 erfolgt war, suchte ich vergeblich eine Steckdose zum Aufladen meines E-Rollstuhls, der vorher vor dem Haus in einer Rollstuhlhütte untergebracht war. Es gab keine einzige Steckdose im letzten Stock, trotz meiner x-maligen Ersuchen diesbezüglich.  Endlich, nach einem dreiviertel Jahr, wurde eine Steckdose zu meiner Stromleitung bewilligt und installiert, damit ich an dem Platz vor dem Lift im Halbstock meinen E-Straßenrollstuhl abstellen und aufladen konnte.

Wer diese interessanten – widersprüchlichen Seiten – lesen möchte, kann davon Kopien haben  … Es kostet mich ein Lächeln …

Ingrid im WZIch bedanke mich besonders herzlich bei allen Personen, Institutionen und Vereine  für  ihre Geld-Spenden  auf das Konto von Herrn Dr. Christoph Wötzer –  zum  Einbau eines Treppenlifts. Leider erhielt ich davon keinen Cent und muss mich immer noch über ein Stockwerk quälen …
 Randbemerkung:
Auch der Verkaufserlös meines Gedichtebuchs „Zauberfäden“  kam einer anderen Verwendung zugute, obwohl die © Urheberrechte ausschließlich bei mir liegen.
Link –> Zauberfaeden-Gedichtelesung
zauberfädenWie auch immer. Es gibt sehr viele im Detail unterschiedliche Definitionen von Diskriminierung. Auf den Punkt gebracht aber ist Diskriminierung jede Form von Benachteiligung, Nichtbeachtung, Ausschluss oder Ungleichbehandlung von einzelnen Menschen oder Gruppen auf Grund ihnen angedichteter oder in einem bestimmten Zusammenhang nicht relevanter Merkmale.Video –>   ♞ ♘  Überlebenskunst – Ingrid – Erinnerungen

Steht der Winter vor der Türe –  wird der Ölofen (keine Zentralheizung) wieder überwiegend kalt bleiben.  Die Berechnung eines Heizkostenzuschuss unterliegt der Behördenwillkür.  Aber:   Aus dem Negativen kann man auch was Positives ziehen: Wärme trocknet die Schleimhäute aus und macht sie infektionsanfälliger. Zudem  ist in ungeheizten Räumen (bei regelmäßiger Lüftung) mehr Sauerstoff vorhanden, womit das Atmen etwas erleichtert wird.  Hust.

bleib lockerAlso. Kein Grund zum Jammern. Es gibt Schlimmeres. Das Leben ist nun mal nicht gerecht. Oder? Mit  dem Mindesteinkommen – auskommen, ist nicht einfach.  Selbst kochen, sparen, sparen, sparen.  Aber:   Nach 38 Jahren  … habe ich eine schöne  nahezu barrierefreie Küche günstig erworben und genieße sie nun seit 6 Jahren, weil ich gerne koche.

www.ingridriedl.net

Ehrenamt im Rahmen meiner 1998 gegründeten Patientenhilfe – PAHI – https://phrasen.wordpress.com/2012/10/02/-mein-soziales–engagement/  und Mitarbeit bei anderen Vereinen (ÖZIV-MOHI-SL, SAK-Sozialarbeitskreis, Tiroler Plattform für Alleinerziehende von 1995-2000) sowie in Sozial-Gesundheits- und Behinderteneinrichtungen.

Während des Studiums war ich bereits Tutorin und im dreijährigen Klinikpraktika begleitete ich Drogen- und AIDS-Kranke, wovon ich einige aus der Gastronomie von früher kannte. So verband ich die Theorie mit der Praxis, musste noch eine Statistik erstellen und am Gericht und am Landesgerichtlichen Gefangenenhaus meine Erfahrungen sammeln. Die schlechteren Erfahrungen sammelte ich bei meinen ehrenamtlichen Einsätzen. Diejenigen, welche mir ihre Beschwerden schilderten, bemerkten meine krankheits- und behindertenbedingten Einschränkungen nie. Weil ich ja soo frisch aussah,  aufgeschlossen und fröhlich wirkte und kaum einmal klagte.

Obwohl ich u. a. gegenüber meines Wohndomizil ehrenamtlich tätig war, kam selten jemand von den „Kollegen“ auf die Idee – mir als RollstuhlfahrerIn einmal behilflich zu sein, obwohl jeder wusste, dass ich alleinstehend war/bin und seit 1968 im IV.Stock ohne Lift in einer nicht barrierefreien Wohnung wohne. Anträge für einen Wohnungstausch stellte ich vor dem Einbau bzw. der Adaptierung/Altbausanierung von Bad, WC und den Thermoglasfenstern im Jahr 1984. Später für einen Lift und eine behindertengerechte Adaptierung.

Ein Trauerspiel, wenn man die Machtkämpfe mit den korrupten Methoden und dem Sozialschmarotzertum betrachtet.

Kann heute wegen Kater nicht arbeiten :-)

Kann heute wegen Kater nicht arbeiten

Deshalb hatte ich auch nicht die Absicht, politisch einer Partei beizutreten. Oder hätte das vielleicht etwas gebracht?

Die Unvollendete 001

mit Worten von unserer BM Hilde Zach

 

Das Buch “Die Unvollendete” – Betrachtung zur Eröffnung der renovierten Theologischen Fakultät Innsbruck. ( 1999 ) erhielt ich mit einer Einladung und ein paar persönlichen Worte von unserer BM Hilde Zach – damals Kultur-Stadträtin. Wir begegneten uns bereits 1968 … als ich als Kellnerin im der Gastronomie ihres damaligen Verlobten in Zirl ein halbes Jahr als Aushilfe arbeitete.  Leider glaubte Frau Zach nicht, dass ich seit meiner Geburt unheilbar krank bin (Mukoviszidose), auch Krebs habe und zwei Schlagabfälle überlebte … nun einen Rollstuhl benötige. Da sie mich immer wieder  “gutaussehend” in Abständen traf,   war sie überzeugt, dass ich weitgehend „arbeitsfähig“  und gehfähig bin und verweigerte jegliche Unterstützung ….  blumen

2003 – BM Hilde Zach und ich ☞ Herr Josef half mir aus dem Rollstuhl … danke

Die  ehrenamtliche Tätigkeit übe  ich auch aus, damit ich mein unter schweren Bedingungen erworbenes Wissen weitergeben kann und damit weniger Zeit zum Nachdenken bleibt, weshalb es so viele Ungerechtigkeiten auf Erden gibt. Zudem betrachte ich die unentgeltliche Arbeit als „Gehirnjogging“ und Nächstenliebe. Cafe-, Kinobesuche oder sonstige kulturelle Vergnügungen, die nicht umsonst sind, diverse Veranstaltungen, Friseurbesuche oder anderweitige „Bedürfnisse“ , wie eine Urlaubsreise – sind gezwungenermaßen – gestrichen.
 Wenn uns die Zeit zum Eilen drängt, der Himmel voller Wolken hängt,
kein Sonnenstrahl den Morgen grüßt, kein Lächeln uns den Tag versüßt,
dann denke an die schönen Stunden, die du mal dort, mal da gefunden.
© Ingrid Riedl
 Eigentlich sollte ich das als AlleinerzieherIn dreier Kinder (die vom Krankenbett aus im zweiten Bildungsweg – ohne Stipendium –  zwei Studienrichtungen mit Erfolg in der kürzesten Zeit abgeschlossen hat) – verstehen. Das fällt mir natürlich nicht so leicht, wie manche meinen. Auch ich habe depressive Phasen, besonders wenn ich starke Schmerzen ertragen muss und hochgradig bewegungsunfähig bin.
Die zystische Fibrose –  http://www.lung.ch/de/krankheiten/cystische-fibrose/was-ist-die-cystische-fibrose.html –  2 Schlaganfälle (Apoplex) mit SAB  & multiplen malignen Neoplasien – Melanom, Unterleibs- Magen- Darmoperationen, einer Hypogammaglobulinämie (Gamma GT), http://www.immundefekt.de/linfo_h.shtml –  hämorrhagischer Diathese (Blutungsneigung), Diabetes, und Rheuma – HLAB 27 – Blutgruppe A Rhesus negativ. Wie ich später fachärztlich mitgeteilt bekam, habe ich das Eierstock-Krebs-Gen meiner Mutter geerbt, die an den Folgen einer Carcinosis peritonae im 75.Lebensjahr verstorben ist.,  1990 wurde bei mir das FIGO Stadium II diagnostiziert. Ich leide und ich wundere mich, dass ich noch lebe … Schließlich war/bin ich mindestens seit dem Schulalter (lt. internationaler Statistik und den klin. Befunden)  wegen meiner Mukoviszidose -CF und der chron Sinusitis & Otitis media mit krebsbedingtem Befall des Felsenbeins –  http://www.medizinfo.com/ohren/anatomie/anatomie.shtml –  u.a. eine „Todeskandidatin.“ Die letzten drei Jahre sind „prägend“dond´t give up

Aber da ich das Klagen und Jammern anderen überließ,  in der Öffentlichkeit zuweilen –  auch ohne im Rollstuhl zu sitzen  ( er steht meistens ein paar Meter neben mir ) in die Kamera lächle, sehe ich kaum „behindert“ aus. ( Behindert ist –  wer behindert wird)  Die Redewendung „An den Rollstuhl gefesselt“ wird besonders gerne verwendet. Laut „Buch der Begriffe“ empfinden Rollstuhlfahrer diese Formulierung als unangebracht, weil sie nicht „gefesselt“ sind.  Im Gegenteil: Der Rollstuhl bedeutet Mobilität. Dem stimme ich vollinhaltlich zu. Angebracht sind Formulierungen wie „… benutzt einen Rollstuhl“ oder „… ist auf den Gebrauch eines Rollstuhls angewiesen“. Ja, das bin ich auch. Gerne würde ich spazieren gehen können … humpelnLeider schaffe ich gelegentlich nur einige Meter ohne Rollstuhl … und das untere starken Schmerzen … schließlich sind in der WS und im Rückenmark Tumore mit Metastasen.   Eine Liquorzirkulationsstörung wurde mehrmals … auch MRT/PET diagnostziert..  Kaum zu glauben, dass man (frau) – wie ich –  mit sooo vielen Erkrankungen dieses …. Alter erreichen kann …und Leistungen erbringen …

Holzmasken

Für was habe ich drei Jahre Praktika als stud.phil, stud.med. und Famulantin an der Uni. Klinik absolviert? Da es mich brennend interessierte, was im menschlichen Körper vorgeht. Nicht nur, um mir selbst helfen zu können. Meine Erfahrungswerte gebe ich – verständlich formuliert – gerne an andere weiter – und ein paar Sonnenstrahlen – für diejenigen, welche im Schatten stehen. Oft stehe auch ich im „Schatten“, sehe aber immer wieder Licht am Ende des Tunnels.  Noch. www.ingridriedl.net

klick —>   LICHT ☼ ins Dunkel


Mein E-Rolli im Hausflur vor dem Lift steht zum Aufladen seit 7 Jahren – einen Stock tiefer … Wie ich die Stufen bewältige und meine Wohnung verlassen kann … ohne mich tragen zu lassen … interessiert anscheinend niemand

Tiroler Tageszeitung Artikel über mein Leben —-> „Die große Meisterin des Schicksals“anklicken – pdf Datei
smili_thinkSpendengelder  von über Euro 10 000 für einen Treppenlift –  eingezahlt auf meinen Namen –  wurden auf das Sparkassen Konto von Herrn Dr. Christoph Wötzer als Zentralratspräsident der Vinzenzgemeinschaft überwiesen … und einer anderen Verwendung zugeführt … Seit über 25 Jahren bin ich  für die Stadt Innsbruck und das Land Tirol ehrenamtlich tätig.  

( Diskriminierung ist jede Form von Benachteiligung, Nichtbeachtung, Ausschluss oder Ungleichbehandlung von einzelnen Menschen oder Gruppen auf Grund ihnen angedichteter oder in einem bestimmten Zusammenhang nicht relevanter Merkmale. )

Ein Zeichen, das uns mystisch scheint,
ganz unsichtbar gespürt, hat öfters schon Gedanken
zum andern Ort geführt.

© Ingrid Riedl

klick –> HUMANISMUS in der Medizin,

Fortsetzung im nächsten Thread:

klick-> LEBENSMUT & Biografie II

alles Liebe


Foto © Ingrid Riedl

 

Nicht durch Zorn, sondern durch Lachen tötet man.
~ Friedrich Nietzsche deutscher Philosoph, 1844 – 1900 ~
 wunder Young Survival Coalition
  ESMO
  Y-ME National Breast Cancer Organization – Chicago-Illinois


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WUNDER gibt es immer wieder …

tau

Der US-Amerikaner Morris Goodman, ein gewiefter Verkäufer von Lebensversicherungen, ist 35, als er 1981 mit dem Flugzeug abstürzt. Er bricht sich zwei Halswirbel, viele weitere Knochen, quetscht sich das Rückenmark. Alle größeren Muskeln seines Körpers und etliche Organe sind beschädigt. Goodman kann nur noch mit den Augen blinzeln.

Bald schon meldet sich angeblich eine Stimme in ihm und stiftet ihn zum Weiteratmen an, immer und immer wieder. An Weihnachten, gut neun Monate nach dem Unfall, verlässt er die Klinik tatsächlich zu Fuß ganz so, wie er es sich am Tag seines Unfalls geschworen hat. Seine Ärzte nennen ihn fortan nur „Miracle Man“, den Wundermann. Heute, mit über 60, reist er durch die Welt und motiviert Menschen, an sich zu glauben und niemals aufzugeben.

Hat Goodman sich durch Willenskraft selbst geheilt? Und wenn ja: Was geschieht dann im Körper? Oder ist Selbstheilung Selbstbetrug, und die Ärzte haben die Schwere des überwundenen Leidens bloß überschätzt?

„Menschen, die sehr überzeugt und mit festem Willen einen bestimmten therapeutischen Weg gehen, egal ob schul- oder alternativmedizinisch, haben bessere Krankheitsverläufe als jene, die immer hin- und her schwanken“, sagt Professor Christof Müller-Busch, Leiter der Palliativstation am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe in Berlin.

Er selbst kennt eine Frau, „bei der das Röntgenbild einen Riesenschatten auf der Lunge zeigte“. Sie war, anders als ihre erfahrenen Ärzte, fest davon überzeugt, dass es kein Krebs sein könne und lehnte es ab, den Verdacht überprüfen zu lassen. Und siehe da: „Nach einem Jahr war der Schatten verschwunden“, sagt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin.

Müller-Busch hält es für „erstaunlich, was Willenskraft im Therapieverlauf bewirken kann“. Arzneien hätten keineswegs in jedem Körper die gleichen Effekte. „Ein Organismus muss ein Mittel akzeptieren, damit es optimal wirken kann“, betont der Arzt. Es bedürfe auch einer „Eigenleistung des Organismus“. Unterm Strich hätten Kranke, „die sehr skeptisch eingestellt sind, häufig viel kompliziertere Krankheitsverläufe als jene, die daran glauben, gesund zu werden“. Zuversicht und Lebenswille veränderten wahrscheinlich den Hormon-Haushalt und förderten die Körperabwehr.

Müller-Busch kann sich an eine alte Patientin erinnern, die wegen eines weit fortgeschrittenen Bauchfell-Karzinoms nur noch eine Lebenserwartung von wenigen Tagen oder Wochen hatte. Zum Sterben wurde sie in ein Hospiz verlegt. „Doch ein Jahr später musste sie dort entlassen werden: Sie ging regelmäßig im Wannsee schwimmen, so gut ging es ihr.“

Manche unheilbar Kranke schaffen es, ihren Tod gerade so lange zu verzögern, um noch einen geliebten Menschen zu sehen. Andere sterben ihrem langjährigen Ehepartner rasch hinterher, als erteilten sie ihrem Körper den Befehl zum Aufgeben.

Das Prinzip Hoffnung:

Der Orthopäde Professor Hans Jürgen Gerner von der Uniklinik Heidelberg berichtet, noch vor 30 Jahren habe man Querschnittsgelähmten schon nach zwei, drei Wochen die Hoffnung genommen, wenn sich bis dahin bei ihnen nichts regte.

Statistiken der Spezialklinik für Querschnittsgelähmte zeigen, dass bis in die 90er Jahre hinein sechs von zehn Betroffenen auf den Rollstuhl angewiesen blieben. „Heute ist es umgekehrt“, sagt der Leiter der orthopädischen Rehabilitation. Etwa 60 Prozent der Patienten lernten wieder zu laufen − zumindest eingeschränkt.

In den ersten sechs bis acht Wochen der Behandlung macht Gerner keine Aussage mehr über die Chancen einer Besserung.

Sein Beispiel: Eine 14-Jährige, bei deren Wirbelsäulen-Operation es eine Komplikation gegeben habe, galt daraufhin als querschnittsgelähmt. „In den ersten zwei bis drei Wochen dachte ich für mich ganz klar, dass sie keine Chance hat, je wieder zu laufen. Doch drei bis vier Monate später ist das Mädchen zu Fuß aus der Klinik gegangen.“

Zwar bildeten sich auch bei zuversichtlichen Patienten mit starkem Willen zur Gesundung „keine neuen Nervenbrücken im Rückenmark“. Doch bei vielen Unfällen würden nicht alle Nervenstränge des Rückenmarks durchtrennt. „Diese Nervenzellen leben noch und können sich durch gewissenhaftes Training erholen“, sagt Gerner.

( Auszug aus dem Artikel „Dem Tod von der Schippe gesprungen“ –  Wissenschaft und Bildung von Walter Schmidt )

sun

Die querschnittsgelaehmte-Profisportlerin Andrea-Szabadi-Heine:
Die Geschichte einer Frau, die nicht aufgibt.

klick–> Andrea-Szabadi-Heine

smile

Da kann ich nicht mithalten.

Aber wenn möglich, besuche ich den Botanischen Garten, fotografiere,  genieße die Natur und berate Patienten…  Für Seminare, Kolloquien und Kongresse, lerne über das Internet und wenn es sein muss – liegend.

Fortbildungen trotz krankheitsbedingte Beeinträchtigungen:

http://www.youngsurvival.org/

Überlebenskunst.

Parästhesien, Tumor- und neuropathische Schmerzen am ganzen Körper, sowie immer wiederkehrende Teillähmungen begleiten mich. Mit Schmerzmittel muss ich sehr „zurückhaltend“ sein, wenn ich noch ein „Weilchen“  (über-) leben möchte.  Opiathältige Medikamente sind bei mir kontraindiziert, da sie eine Atemlähmung verursachen. Antirheumatika schädigen Leber, Niere, Magen, Darm, die bereits Metastasen aufweisen. Cortison, sowie – http://www.infektionsnetz.at/InfektionenCystische.phtmlAntibiotika und Penicillin, fachärztlicherseits verordnet,  Erycytol, Mulivit B und Folsäure benötige ich gegen die Anämie. 15 Jahre erhielt ich Gammaglobuline, die ich auf Anraten eines international bekannten Onkologen und Internisten ausschleichen ließ und dann – absetzte.  Somit sparte ich mir einige unerwünschte Nebenwirkungen, der KRANKEN KASSE die anfallenden Kosten und lebe trotzdem noch – wider den Prognosen.

HYGIENE im Haushalt und in der Pflege sind ungemein wichtig!

„Auch der Geist hat seine Hygiene, er bedarf, wie der Körper, einer Gymnastik.“ – Honoré de Balzac, „Les rivalités / I. La vieille fille“, 1836″

Ausreichende Flüssigkeitsfuhr, eine besonders ausgewogenen Ernährung,  Kräuter, Ginseng, Propolis u.a.m. aus der Natur – gehören zu meiner Komplementärtherapie. Siehe: Heilpflanzen – Naturheilverfahren: –> http://www.phytodoc.de/

Die seit meiner Kindheit x-mal durchgeführten Operationen des Mittelohrs, ab dem 16.Lj. die Arthroskopien des li. Kniegelenks,  der WS und des Hüftgelenks (Arthrose mit Luxation)  – brachten leider keine Besserung. Die Sacralilliacalarthrose schmerzt höllisch und die  Cauda-Läsion (Schädigung der Rückenmarksnerven) entstanden in den  späteren Jahren, beeinträchtigt mit dem angeborenen Beckenschiefstand und der ausgeprägten Skoliose das Gehvermögen.  Die Magen- Darmoperation B II mit 26 Jahren war  „Gott Lob“ erfolgreich gelungen – aber durch die unzählige Röntgenuntersuchungen und Rö-Therapien – bekam ich den Strahlenkrebs – zum Drüberstreuen. Mehr als über 20 Melanome ließ ich am Körper operativ entfernen. Viele kamen wieder nach.

Multiple Metastasen quälen mich, Tumore an den Nieren, die Kurzatmigkeit mit der Schwäche, die unbeschreibbar starken Kopfschmerzen – die mehr als nur migräneartig über mehrere Tage verlaufen, der anfallsartige und qualvolle Husten, die Herzrhythmusstörungen, schlaflose Nächte, Schweißausbrüche und die  fast jeden Monat mehrmals auftretende „Todesnähe“. Dass ich zwischendurch nahezu beim Verzweifeln bin, ist (aus ärztlicher Sicht) wohl nachvollziehbar.

Kristalle der Gedanken.

Wenn Trauer mal dein Herz bewegt,
dir Kummer auf den Magen schlägt,
die Zukunft trostlos, trist erscheint
der Mut vergeht, das Auge weint,
verzage nicht, sei hoffnungsfroh,
vergiss das Träumen nie,

Kristalle der Gedanken
sind mehr als Phantasie.

© Ingrid Riedl

Ich freue mich trotz allem über jede Stunde, wo es mir etwas besser geht, berate und tröste andere, die sich an mich wenden, vermittle Hilfe zur Selbsthilfe per Telefon, Mail und nach Vereinbarung auch persönlich. Und da ich sooo gesund aussehe, überwiegend nur dann in der Öffentlichkeit sichtbar bin, wenn ich mich „aufgebaut“ habe, meine Selbsthypnose und medizinische Behandlung fruchtet, glauben mir viele meine schmerzhaften unheilbaren todbringenden Erkrankungen nicht.

Na ja, ich jammere vermutlich zu wenig – bin meist hilfsbereit und lächle zu oft

Wozu habe ich Medizin, Psychologie und Pädagogik studiert, für die Berufsreifeprüfung vom Krankenbett aus – mit rezidivierenden halbseitigen Lähmungen gelernt, als mich mein Ehemann verließ und ich mit den drei Kindern nicht wusste, wie es weitergehen soll.  Ich hatte nur das Notwendigste zum Leben, eine schwer krebskranke Mutter um die ich mich kümmern musste und eine bescheidene Mietwohnung – wo nicht mal Fliesen im Bad oder WC waren und alte undichte Holzfenster, die längst ausgetauscht werden sollten.  Als Einzelhandelskauffrau, Kellnerin und FachberaterIn mit Firmenauto im Außendienst für Tirol, Salzburg und Vorarlber bei  Eduscho tätig –  investierte ich mein erspartes Geld für die Familie und den geplanten Hausbau.  –  Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich blieb jedenfalls mit den Kindern in der bescheidenen städt. Mietwohnung ohne Zentralheizung.  Vater Staat hat mir ein Altbausanierungsdarlehen gewährt, das ich mit meiner Frühpension  (im 40. Lj.) und den kargen, unregelmässig erhaltenen  Unterhaltszahlungen – „abstottern“ musste.

Auch da war kein soziales Netz, das mich unterstützte. Damit ich wenigstens den Kindern für Schule, Schiurlaub, Ferienlager, Sport- wie Bekleidung einiges bieten konnte, verzichtete ich auf das – was für meine SchulkollegInnen und NachbarnInnen obligat war.  Für Dies & Das,  Friseurbesuche, Mode, kulturelle oder kulinarische Genüsse Geld auszugeben, hatte ich nicht mal die Zeit, weil ich nahezu rund um die Uhr mit Haushalt, Kindererziehung, den Besorgungen für die alleinlebende kranke Mutter, Aushilfsbeschäftigungen, Mieterinteressenvertretung (Unterschriftensammlung für ein Loggiavordach, einer Sprechanlage … ) dem Lernen für das Studium mit den Praktika – mehr als ausgelastet war. Nicht zu vergessen sind die krankheitsbedingten Zeiten, die ich zurückgezogen zuhause – mit Therapien und dem Lernen verbrachte.

Schade, dass es damals noch keinen Tageskindergarten und kein Internet gab.

Heute frage ich mich öfters, wie ich das alles alleine geschafft habe. Jedenfall sorgte ich beispielhaft für meine Kinder, was jeder bestätigen konnte, der mich kannte, hatte die Wohnräume immer sauber und in Ordnung, kochte mit Liebe, habe gebacken, genäht, gestrickt und gehäkelt, tapezierte die Wände, pflanzte Balkonblumen … und pflegte meine „Frohnatur“ mit musikalischen Klängen aus dem Radio oder Kassettenrecorder. Zum Fernsehen kam ich nur selten, da ich zu müde und geschafft war.

Tiroler Tageszeitungs-Artikel über mein Leben – „Die große Meisterin des Schicksals“ pdf Datei zum downloaden (185 KB) in deutscher Sprache.  Auf meinen Wunsch hin – ohne Texte über die neurologischen Erkrankungen oder den zwei Ehemännern (Alkoholiker und gewalttätig ) die sich nicht um ihre Kinder kümmerten, auswärts ihr Vergnügen genossen – mit Frauen, Alkohol und dem Nichtstun –  und hauptsächlich nur zum Ausruhen, Essen und Umziehen nach Hause kamen. Eine Sozialhilfe erhielt ich auch nicht nach der Ehescheidung, als ich nach den Krankenhausaufenthalten nicht wusste, wie es weiter gehen soll und um Hilfe bat. Hätte mir und den Kindern nicht meine  erste Schwiegermutter, die eine herzensgute Mutter und fürsorgliche Großmutter war,  als alleinsstehende Frau und Kriegerswitwe  geholfen, wäre einiges nicht machbar gewesen. Sie versorgte die Kinder und den Haushalt, während ich in der Klinik lag. Ich hatte sie sehr gerne und bis kurz vor ihrem Ableben noch guten Kontakt zu ihr.

Ruhet in Frieden!

Meine krebskranke Mutter, deren einziges Kind ich war –  verstarb 1990.  Als mein Stiefvater, der an Bauchspeicheldrüsenkrebs litt – noch lebte,  konnten meine Söhne das Wochenende  bei ihnen verbringen, damit ich – vom anstrengenden Nachtdienst als Kellnerin – auch mal ausschlafen konnte. Es waren harte Zeiten und niemals hätte ich damals gedacht, dass ich ein o. Univ. Studium beginnen würde.

Mama  „erlebte“ noch meine Sponsion, aber meine Promotion, das Doktorat mit der umfassenden Dissertation –  aus der mehrere Kapitel veröffentlicht wurden – nicht mehr. Sie hielt nichts von Studierten und Künstlern, glaubte lange nicht an einen Erfolg meinerseits und verweigerte jegliche Unterstützung. Merkwürdig. Sie war aber eine kluge Frau, sprach perfekt Englisch und konnte bewundernswert mir ihrer 1955 diagnostizierten  Krebskrankheit (Ovarialkarzinose) umgehen. Meine Mutter war trotz ihrer Krankheit mit mehreren Operationen und einer Chemotherapie – mit einigen Unterbrechungen – bis kurz vor dem 60.Lj. – ganztägig als Abteilungsleiterin tätig.  Mit Gelassenheit, jedenfalls nach Außen hin, zeigte sie allen, dass man auch mit Krebs leben kann, nahm kaum Schmerzmittel und fand sich ab, mit dem durch die massenhafte Ansammlung von Metastasen vergrößerten Bauchumfang. Jeder Chirurg lehnte eine weitere Operation ab und ich wurde ärztlicherseits des öfteren darauf aufmerksam gemacht, mich auf ihr baldiges Ableben vorzubereiten.  Ich gestehe, dass ich sehr oft befangen reagiert habe. Heute verstehe ich es und muss betonen, dass ich viel von meiner Mutter gelernt habe, was das „Bewältigen“ einer schmerzhaften, todbringenden Krankheit bedeutet. Hin und wieder sprach sie über den Tod, ließ das Gespräch aber bald mit einem „Lacher“ ausklingen. Eine psychologische Behandlung benötigte sie nie und Psychopharmkla lehnte sie strikt ab.

Ihr Wunsch war es, am Freitag, den 13. begraben zu werden. Die 13 war ihre Glückszahl, wie sie immer lachend erklärte. Ihr makabrer Humor war phänomenal. Sie starb am 09.April und wurde am Karfreitag, den 13. um 13,30 Uhr begraben. Mystisch.

Das Leben ging weiter.

moon

MONDNACHT

Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

~ Joseph von Eichendorff ~

Ich wünsche allen Freunden und Besuchern

Gesundheit und eine wunderschöne Zeit.

rose

Nat King Cole – SMILE

Black Swan ✾

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Katastrophen der Natur

Die Zeit kommt aus der Zukunft, die nicht existiert,
in die Gegenwart, die keine Dauer hat,
und geht in die Vergangenheit,
die aufgehört hat zu bestehen.

~ Augustinus Aurelius ~
lateinischer Philosoph und Kirchenvater
*13.11.0354 – †28.08.0430



Katastrophen der Natur
zerstören – ziehen ihre Spur.

Es wüten Schlamm und Sturm im Takt.
VULKANE – die zerstören,
bis viel am Ende grausam nackt
und wir das Tosen hören.
Ob Wassermassen, riesengroß
die Länder überfluten,
die Herzen der Betroffenen
durch die Verluste bluten;
Das Unglück hat uns übermannt
mit Armen, die umschlingen
und wer im Schmerz den Tod erkannt,
kann keine Hilfe bringen.


Der Gärprozess im Untergang
beginnt an heißen Tagen,
denn morsches Holz und fauler Tang
verrotten, wie wir sagen.

Es ist die Mutter Erde,
im Schoß die ganze Welt,
die bebend, überflutet,
im Schlamm zusammen fällt.

Es kann nicht Gottes Segen sein,
wenn Menschen nur versuchen
im “ökonomischen” Bereich
Rekorde zu verbuchen.

© Ingrid Riedl


We Are The World 25 For Haiti – Official Video –

http://www.youtube.com/watch?v=Glny4jSciVI

Der anhaltende Raubbau an der Natur verstärkt nach Einschätzung der Vereinten Nationen die Gefahr globaler Umweltkatastrophen. Als ein Beispiel dafür wurde bei einer Ministerkonferenz des UN-Umweltprogramms in Südkorea die Hitzewelle im Sommer des vergangenen Jahres in Europa genannt.

Als weiters Beispiel wurde die zunehmende Zahl von Sandstürmen in der Mongolei und China erwähnt, die ganz Asien vor gesundheitliche und wirtschaftliche Probleme stelle. So werden selbst Seoul oder japanische Städte immer wieder mit „gelbem Staub“ überzogen, der giftige Substanzen aus den Emissionen chinesischer Industriebetriebe enthält. Seit 1950 habe sich die Zahl der Sandstürme in Asien verfünffacht.

Der dadurch verursachte wirtschaftliche Schaden wird mit 6,5 Milliarden Dollar im Jahr beziffert.

Allein die Wüste Gobi in China habe sich von 1994 bis 1999 um 52.400 Quadratkilometer ausgeweitet
, erklärten die UNEP-Fachleute. Extensive Landwirtschaft, Überweidung, Rodungen und langfristige Klimaeinflüsse haben dazu geführt, dass 30 Prozent des chinesischen Territoriums zu Dürregebieten geworden sind.

Die ERDE mahnt …

Es fegt der Sturm durch Land und Stadt,
global – erbarmungslos
und wo er seinen Anker hat
ist es des Schicksals Los.

Die Erde mahnt, will allen sagen:
„Verantwortung soll JEDER tragen!“

© Ingrid Riedl

Als weitere Beispiele für die zunehmende Tendenz von Umweltkatastrophen nannte die UNEP die Überschwemmungen in China im Juli 2003, die Rekordzahl von Tornados in den USA und das erste Auftauchen eines Hurrikans im Südatlantik. Der von Stürmen und anderen Wettereinflüssen verursachte Schaden stieg im vergangenen Jahr nach UNEP-Zahlen erstmals auf mehr als 60 Milliarden Dollar. Quelle: News 2004

Ökologische Ursachen und Folgen von Konflikten und Katastrophen.

http://www.unep.org/conflictsanddisasters/

Die Erde stöhnt,ist beim Zerfallen,

kann nur im Zorn die Fäuste ballen

und hoffen auf ein Andersdenken.

Sie will den Menschen Heimat schenken.


© Ingrid Riedl


100 Jahre – Der Countdown 44 – 1945 – Die Bombe

Hyroshima-Nagasaki – http://www.youtube.com/watch?v=cAf3yt64NYU

Im nächsten Beitrag: Menschen kette  – gegen Atomkraft geplant.