Satire

Ein „Reifen“

Ein Reifen rundum nicht zum Schwimmen,
kann auch den Mann zum Sporte trimmen,
denn keiner meint, das wäre chic,
was man erkennt, beim ersten Blick.

© Ingrid Riedl

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SOMMER

Sommer, Sonne, Badefreuden,
Wasser, Zeit und Geld vergeuden,
Lärm und Hitze – Warteschlangen,
Gelsenstich mit Jucken, Bangen
Sonnenbrand und Fahnenstangen,
dort ist mir wohl nix entgangen.

cartoon_strandTja, es ist mir schnurzegal,
denn ich hab‘ zum Glück die Wahl,
statt im Trubel zu ersticken,
mich zum Surfen einzuklicken,
um im Cyber-Meer zu schwimmen,
wo sich „Neptun“, „Nixen“ trimmen.

© Ingrid Riedl

zwinker

STRANDPROMENADE

Der Strand ist groß, doch kaum ein Platz.
Es sucht hier mancher seinen Schatz.
Menschen liegen, Bälle fliegen,
Kinder wollen kämpfen, siegen.
Leute drängeln, Kinder quengeln

Blicke, die sich fast verlieren …
Mädchen geh’n am Strand spazieren.
Schöne Körper, braune Haut,
wär‘ das nicht ‚ne schöne Braut?

Tanga Höschen, schmale Schößchen,
lange Beine, süßer Po.
Nabelfrei – im Herzen froh
können Blicke auch entzücken.

© Ingrid Riedl

Wo Freunde etwas näher rücken,
sind schöne Dinge, die entzücken.
In diesem Falle – virtuell,
rück ich die Worte an der Stell.

Blechlawinen-Stau

Im Stau, da stehen Autoschlangen
und allgemein herrscht Frust und Bangen,
denn kaum ein Fahrer kommt voran.
Die Ferienzeit im Stau begann.

Die Kinder quengeln, Astor bellt,
Motoren werden abgestellt
und nahe an der Autobahn
fängts Suchen nach dem Auslauf an.*g*

Toiletten, die so manche missen,
ersetzt der Busch, was viele wissen.
Die Kühlbox ist im Nu geleert
und hat den Drang dazu erschwert.:o)

So lernt man, wie das Reisen ist
im Blechlawinenstau
und jeder meint, wenn er zurück:
Ich wußte es.
Genau. 🙂

© Ingrid Riedl 2003

Sonntagsfahrer

Es wird gelästert und geflucht,

„Wo hat denn DER sein ICH gebucht?“
Ob Urlaubsreise, Ausflug, Kauf,
Probleme gibt es wohl zuhauf.

Fährt er im Stau und sieht ’nen HUT,
dann kommt schon hoch des Fahrers Wut.
Er putzt die Scheibe und sieht klarer:
„Schon wieder so ein Sonntagsfahrer“

© Ingrid Riedl

Die Eitelkeit

„Korsage“ hör’ ich – das sei „in“.
Die Frau mit Speck zwängt sich darin.
Denn wer nicht fastet, der muss leiden
sich unterm Kleid auch noch verkleiden.

Die Wespentaille, oh welch‘ Wonne,
die wünscht sich Frau mehr als die Sonne.
Es wird geschnürt, gehakt, gehechelt
und mit dem Mieder falsch gelächelt.

Geliftet einmal da, mal dort,
mit Farbe schmiert man Makel fort
und ist das Haar, oft licht und schütter,
ist das für manche auch noch bitter.

© Ingrid Riedl

UMTAUSCH

So mancher ist nicht sehr erfreut,
wenn er das kauft, was ihn dann reut
So soll er besser darauf schauen
und nicht den andern immer trauen.

So ist der Umtausch obligat,
da man nun nicht das Richt’ge hat.
Die Fahrt ist weit, das Wetter schlecht.
Kaum kommt man in dem Stau zurecht.

Ein jeder hat nicht gute Nerven
und muss die Pläne bald verwerfen.
Bisweilen ist das Eilen, Hetzen,
zuletzt nur mehr ein Klingenwetzen.

© Ingrid Riedl

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Ein Mäuschen huscht …

Die Maus

Man sucht, man rätselt, will ergründen,
was da und dort im Web zu finden.
Der Forschergeist – immens gelobt
in vielen Denkerköpfen tobt.

Die Maus vibriert, die Finger drücken
die Tasten, um zum Ort zu rücken.
Die Sicht zum Bildschirm ist famos.
Das Suchergebnis riesengroß.

Der Zufall spielt natürlich mit.
Wer „Googelt“ hält mit allem Schritt.
eröffnet so das Web der Weite
und die gesuchte User-Seite.

Der Horizont – GLOBAL gesehen
kann in dem Fortschritt gut bestehen.

© Ingrid Riedl

Zeichner: Ioannis Milionis

JUGENDtreff

Um eine Strassenecke weiter
im Jugendtreffcafe am Platz
erzählen Teenis froh und heiter
vom Piercing, Tatoo, ihrem Schatz.

Die bunte Szene – unterschiedlich
von Pärchen, Cliques hier vor Ort
musikbegeistert, plappert friedlich
und man versteht so manches Wort.

Sie diskutieren unverdrossen
und einer hat zuviel genossen
von Alkopops, die süß, gefährlich;
für Jugendliche wohl entbehrlich.

bub grimasseWas unsereiner nicht geheuer,
ist für die Kids ein Abenteuer.
Wir waren nur in der Natur
und hatten Spaß auf freier Flur.

Mir hat das früher gut gefallen;
das Spiel am Waldesrand vor allem.
Es liegt zwar die Erinn’rung weit
zurück in meiner Jugendzeit.

Was soll ich dazu heut noch sagen?
Die Eltern werden jammern, klagen,
weil die Erziehung anders läuft
wenn mancher Sprössling jung schon säuft.

© Ingrid Riedl 2006

Denken_schrittempo

WALPURGISNACHT

Walpurgis war wie jedes Jahr
und wollte mich verführen
zum Hexentanz im Feuerkranz,
wo wir den Zauber spüren.

Der Zauber, der nur diese Nacht
im Schein des Feuers glüht,
vereint im Reigen seine Macht
die ihren Bann versprüht.

Die Formel wird beherzt geflüstert
wenn feurig rot der Reisig knistert,
bis dass der Rauch in Schwaden flieht,
der weit hinauf zum Himmel zieht.

Der Gundelrebenkranz erkennt,
was Brauchtum, wen man Hexe nennt
und dieses Kraut, das jeden schützt
hat umgebunden auch genützt.

Der Maibaum wird des Nachts gefällt,
geschmückt zum Festtag aufgestellt
zum Platz am Feiertag gebracht,
damit der Kult auch Freude macht.

Der Brauchtum ist von Land zu Land
gar unterschiedlich – doch bekannt.
Und ist die Hexennacht voll Regen,
dann wird’s ein Jahr mit reichlich Segen.

Den Segen brauchst auch du und ich
weshalb ich heimlich zu ihm schlich,
zum Wolkenschieber, der verschlafen,
bis sich die Hexen alle trafen.

Du siehst, mein Zauber ist gelungen,
als auf den Besen ich gesprungen,
um hurtig durch die Nacht zu fliegen,
damit wir Glück und Segen kriegen.

Der langen Rede – kurzer Sinn:
Ich hoff auf Frohsinn, auf Gewinn
nicht nur zum Frühlingsmaienfest:
I wish it is for us the best!

© Ingrid Riedl im Mai 2006

Plausch

Ein Kichern tönt durch alle Ritzen,
weil wir im Plausch zusammensitzen,
den Raum, die Zeit um uns vergessen
und Köstlichkeiten trinken, essen.

Da graut der Morgen, ach oh Schreck,
verstrichen sind die Stunden.
Die Sonne strahlt vom Himmelszelt.
Der Mond ist schon verschwunden.

© Ingrid Riedl

einbrecher

DIE LEITER

Ich steh verschreckt auf einer Leiter,
bin schwindlig, komme nicht mehr weiter,
glotz ganz konfus nach oben, unten;
hab’s Gleichgewicht nicht mehr gefunden.

Es kracht und eine Sprosse bricht.
Ich seh vor Augen helles Licht,
das sprüht gar bunt in tausend Funken;
Hab ich ein Glas zuviel getrunken?

So komm ich leider nicht zum Gucken,
muss mich beim Fallen auch noch Ducken,
da unter mir ein Dornenstrauch.
Ich schreie *AU* und land am Bauch.

Zum Glück hab ich mir nichts verletzt,
nur meine Hose leicht benetzt
und Angst presst wie ein großer Dübel;
Ich würge, denn mir ist nun übel.

© Ingrid Riedl

Geduld

Geduld gespickt mit Zuversicht
und Wünschen, die mich stärken,
kann ich schon eine Besserung
im Aufschwung heut bemerken.

Wenn auch die Glieder knarren, ächzen,
kann immerhin ich heiser krächzen.
Jedoch ist’s lange nicht so weit,
dass schon der Teufel nach mir schreit.

© Ingrid Riedl

cattoilet

elektrizitaet


Ein Arzt und ein Anwalt treffen sich auf dem Friedhof
Der Arzt an den Anwalt gewandt:“ Na, Suchen Sie neue Erbrechtsmandate?“
Der Anwalt : „Und Sie, machen Sie Inventur?“

clownGenesung

Ich weiß, es ist schwer zu begreifen,
wenn die Gerüchte leise reifen
und mancher, der im wahrsten Sinne,
Gesundheit nie mehr ganz gewinne,
dann doch
und das scheint wie ein Wunder,
nicht plattgedrückt, wie fast ein Flunder
vergnügt den lieben Gast begrüßt,
ihn mit Hallo den Tag versüßt
und gar nicht halbtot,
wie man meint,
gesund im Ausseh’n ihm erscheint.

Ein jeder, der ihn dann erblickt,
erfreut ihm seine Hände drückt
und sagt: „Das ist ja kaum zu fassen,
daß sie nun wieder auf den Beinen
und nun gesund, geheilt erscheinen.
Das muß ich ihnen wirklich lassen,
denn wie ich weiß, war’s nicht zum Spaßen.

Das ist ja herrlich, sehr erfreulich,
denn erst vor Kurzem hört‘ ich neulich,
wer sie gesehen,
rätselt – staunt,
da sie wie immer gut gelaunt.

Sie liegen nicht sehr krank im Bette,
denn wär‘ es so, dann gilt die Wette,
die abgeschlossen wir vor langem,
als ihre Krankheit angefangen.

© Ingrid Riedl 2002

amen

Sollten Sie keine Satire ( v ) ertragen, konsultieren Sie ihren Arzt oder Apotheker

  pillen

„Es scheint Ihnen ja besserzugehen!“, freut sich der Arzt, als er den Patienten 14 Tage nach er Behandlung wiedersieht. „“Die Medizin hat also geholfen!“
„Ich habe mich auch genau an den Beipackzettel gehalten!“

„Was stand drauf?“
„Die Flasche immer fest verschlossen halten!“

ulli-stein

Ziege und Schnecke wollen mehr Geld.
Geht die Ziege zum Chef und kommt nach einer Weile wieder.
„Keine Chance“, sagt die Ziege.
Geht die Schnecke zum Chef und kommt nach einer Weile wieder.
„Kein Problem“, sagt die Schnecke. „Du musst halt schleimen können, und nicht meckern.“

birds
klick-->  ULI STEIN
klick--> WITZE

 
Loriot „Feierabend“ http://www.youtube.com/watch?v=AxQ7oqOTXlI
 Am 22. August jährt sich der Tod von Loriot. Millionen Deutsche lachten über seine legendären Sketche.  Loriot starb 2011 im Alter von 87 Jahren in Ammerland am Starnberger See, wo er zuletzt zurückgezogen aus der Öffentlichkeit lebte.  Möge er in Frieden ruhen.
 

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Karikaturist Roger Schmidt – Cartoons

frog

Der Einsame

Wer einsam ist, der hat es gut,
Weil keiner da, der ihm was tut.

Ihn stört in seinem Lustrevier
Kein Tier, kein Mensch und kein Klavier,
Und niemand gibt ihm weise Lehren,
Die gut gemeint und bös zu hören.

Der Welt entronnen, geht er still
In Filzpantoffeln, wann er will.
Sogar im Schlafrock wandelt er
Bequem den ganzen Tag umher.

Er kennt kein weibliches Verbot,
Drum raucht und dampft er wie ein Schlot.
Geschützt vor fremden Späherblicken,
Kann er sich selbst die Hose flicken.

Liebt er Musik, so darf er flöten,
Um angenehm die Zeit zu töten,
Und laut und kräftig darf er prusten,
Und ohne Rücksicht darf er husten,
Und allgemach vergisst man seiner.

Nur allerhöchstens fragt mal einer:
Was, lebt er noch? Ei, Schwerenot,
Ich dachte längst, er wäre tot.

Eule - see you 1

Kurz, abgesehen vom Steuerzahlen,
Lässt sich das Glück nicht schöner malen.
Worauf denn auch der Satz beruht:

Eule - see you

Wer einsam ist, der hat es gut.

Wilhelm Busch   ~  1832-1908 ~

Kann heute wegen Kater nicht arbeiten

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