Tag-Archiv | Tod

Schwarzer HUMOR

raucherbein

efeu

Raucher_Satire

no smokong

I’m lost for words

Die allgemeine Vorstellung vom schwarzen Humor  stammen aus André Bretons berühmter Anthologie, die 1939 in Paris herauskam.  Er war ein französischer Dichter, Schriftsteller und der wichtigste Theoretiker des Surrealismus.  (* 19. Februar 1896 in der Normandie; † 28. September 1966 in Paris)

Ich glaube an die künftige Auflösung dieser scheinbar so gegensätzlichen Zustände von Traum und Wirklichkeit in einer Art absoluter Realität, wenn man so sagen kann: Surrealität. Nach ihrer Eroberung strebe ich, sicher, sie nicht zu erreichen, zu unbekümmert jedoch um meinen Tod, um nicht zumindest die Freuden eines solchen Besitzes abzuwägen“  ~ André Breton –  Bibliography:  M. Bonnet, André Breton: naissance de l’aventure surréaliste (1975) – H. Béhar, André Breton: le grand indésirable (1990)

Heimklick–> SENIORENHEIM oder LuxusRENTNER auf einer Kreuzfahrt im Mittelmeer  ?

Schwarzer Humor verwendet makabre Themen wie Verbrechen, Krankheit und Tod in satirischer oder bewusst verharmlosender Weise. Er bedient sich häufig paradoxer Stilfiguren und ist nicht selten Gegenstand von Kontroversen.   Wo liegen die Grenzen des „guten Geschmacks“ – insbesondere bei religiösen, sexuellen und tragischen Themen?

medikamenteAm schwarzen Humor zeigt sich deutlich die von Sigmund Freud vertretene Auffassung, dass Witze als Ventil für die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich tabuisierten Bereichen genutzt werden und im satirischen Element auch Pointen enthalten sind. Bei Filmen spricht man bei schwarzem Humor von schwarzen Komödien. Humor im Sinne einer Selbstverspottung bei drohender Gefahr, etwa kurz vor der Hinrichtung, nennt man Galgenhumor.

affen

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pillen

“Es scheint Ihnen ja besserzugehen!”, freut sich der Arzt, als er den Patienten 14 Tage nach er Behandlung wiedersieht. “”Die Medizin hat also geholfen!”
“Ich habe mich auch genau an den Beipackzettel gehalten!”

“Was stand drauf?”
“Die Flasche immer fest verschlossen halten!”

KRANKENKASSEN

Anders als beim kranken Humor (engl.: sick comedy) liegt das Hauptstilmittel des schwarzen Humors nicht in der bloßen Schockwirkung des dargestellten Sachverhaltes.   Witze zählen dann zum schwarzen Humor, wenn das satirische Element und über die Schockwirkung hinausgehende Pointen enthalten sind.

tod

Wohlhabende Patientin zum Arzt: „Um Ihnen zu danken fehlen mir die Worte!“
Arzt: „Wenn Ihnen die Worte fehlen, dann lassen Sie doch die Zahlen sprechen!“

birds_line

Ein Arzt und ein Anwalt treffen sich auf dem Friedhof
Der Arzt an den Anwalt gewandt:” Na, Suchen Sie neue Erbrechtsmandate?”
Der Anwalt : “Und Sie, machen Sie Inventur?

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“Sie müssen beim Ausfüllen des Totenscheines mehr Sorgfalt walten lassen,” mahnt der Chefarzt den jungen Assistenten.”Sie haben schon wieder in der Spalte mit der Frage: Todesursache, Ihren eigenen Namen eingetragen!”

narkolepsie

Wer “Googelt” hält mit allem Schritt.

SPRACH

Man sucht, man rätselt, will ergründen,
was da und dort im Web zu finden.
Der Forschergeist – immens gelobt
in vielen Denkerköpfen tobt.

Die Maus vibriert, die Finger drücken
die Tasten, um zum Ort zu rücken.
Die Sicht zum Bildschirm ist famos.
Das Suchergebnis riesengroß.

Der Zufall spielt natürlich mit.

Wer “Googelt” hält mit allem Schritt.

eröffnet so das Web der Weite
und die gesuchte User-Seite.

Der Horizont – GLOBAL gesehen
kann in dem Fortschritt gut bestehen.

© Ingrid Riedl

Cartoon

money

grab

zitat

B U M E R A N G
Monster, Drachen, Fledermaus,
Gewalt und Tod – es ist ein Graus.
Sex und Drogen, Raub und Mord –
keiner ist ein sich’rer Ort.
Krieg und Krankheit, Elend, Trauer –
Gänsehaut und Kälteschauer.
Neid und Missgunst, Falschheit, Gier –
leider ist der Mensch das „Tier“.
© Ingrid Riedl
affe

D A T E N S C H U T Z

Es kratzt nur an der Oberfläche
und zeigt nicht alles auf?

Dann ist es selbst schon überwacht.
Auch Datenschutz ist Macht.

Wer wohl am meisten lacht?

© Ingrid Riedl

klick –> Fingerabdruck – sind die biometrischen Daten sicher?

GLÄSERN ist das InnenLEBEN.
FREIHEIT wird es wenig geben,
denn ob KRANKheits- Arbeitsdaten,
SICHTbar ist, was wir mal hatten.

kartenlegen
Elga ist eine aus zwei Arten bestehende Libellengattung. Die Gattung gehört zur Unterfamilie Brachydiplacinae und wurde 1988 durch Minter Jackson Westfall beschrieben. Als Generotyp diente die bis dahin unbeschriebene Art   Elga leptostyla
bub
Elektronische Gesundheits – Akte  ELGA
smili_think
SATIRE

giraffe

Geduld

Geduld gespickt mit Zuversicht
und Wünschen, die mich stärken,
kann ich schon eine Besserung
im Aufschwung heut bemerken.

Wenn auch die Glieder knarren, ächzen,
kann immerhin ich heiser krächzen.
Jedoch ist’s lange nicht so weit,
dass schon der Teufel nach mir schreit.

© Ingrid Riedl

fingerpainting

Loriot „Feierabend“
http://www.youtube.com/watch?v=AxQ7oqOTXlI
 © Ingrid Riedl
ZAUBERfaeden

Da mir „Der arme Poet“ von Carl Spitzweg schon seit meiner Jugend gefiel, der Anblick der „Szene“ mit dem Schirm – mich jedes Mal amüsierte, äußerte ich mal den Wunsch, dieses Bild zu besitzen. Nun hängt eine prima gemalte Kopie in meinem Wohnzimmer, die ich überraschenderweise von einem jahrzehntelangen lieben Freund und Nachbar samt Rahmen geschenkt erhielt. Herzlichen Dank!

spitzweg_armer_poet-bild

Carl Spitzweg wurde am 5.Februar 1808 in München geboren. Er war eigentlich Apotheker, entschloss sich aber nach einer Krankheit, Maler zu werden.
Er kopierte auch Werke alter Meister … und beschrieb sich selbst so:

Wenn ich den Tag schon opf’re doch
rein nur Vergnügens Sachen,
so will ich wenigst‘ abends noch
ein klein Plaisir mir machen.

Ich bitt‘ du mußt nun hier vor all’n
auf jeden Scherz verzichten;
Am Tage nämlich tu ich mal’n,
und abends tu ich dichten.

Ich dicht‘ auch emsig jeden Tag,
nicht ohne ihn zu malen,
ganz gleich, wenn es zuletzt auch mag
gar manchem nicht gefallen.

Gehör‘ zur Zahl der Dutzenddichter
und will auch für die Zeilen nichts,
das Honorar in Weis‘ in schlichter,
bereits bezahlt ist’s mir – ich dicht’s.

Zum täglich Brot gehört mir Dichten,
und bring‘ ich’s auch nicht zu Papier,
muß auf Verleger ich verzichten –
Der Selbstverlag bleibt selig mir.

Meine etwas ironische Antwort: dichterDas Scherzen, wie das Lachen, Dichten, kann ich mir täglich mehrmals richten,
brauch weder Farbe, Stift, Papier, denn bin ich online, schreib ich hier.

Ob man die Künste lobend preist,  soll mich nicht sehr bedrücken.
Hier sieht man Carl allein, verwaist
und auf dem Dach die Lücken.

Der Regenschirm ist aufgespannt, die Denkerstirn gerunzelt
und wer den Lebenslauf gekannt,
hat sicher schon geschmunzelt.

© Ingrid Riedl

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 klick–> NOSTALGIA Musik-Video Nat King Cole – SMILE

 butfly2

Auch wenn man vieles nie versteht,   hat alles Sinn, was kommt, was geht.

Ein Träumen, Hoffen, Zu-sich-finden,
kann neue Perspektiven gründen.
 © Ingrid Riedl
sleep

 Mein 1. YouTube Channel

asphaltrose
Die Videos sind leider in einigen Ländern blockiert.

 Überlebenskunst – IngridErinnerungen

MUSIC MOVIES

Hier bin ich u.a. mit meinen Kindern, DDr. Herwig van Staa und Lady Dagmar Koller … zu sehen
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Politiker und andere …

Ich kann nicht satt mich wundern

Ich kann nicht satt mich wundern

Die Wahlen …

Nun ist es wieder mal so weit:
Die Wahlen sind im Gange.

Es ist zum Überlegen Zeit,
doch wird so manchem bange,
denn wer die Kandidaten kennt,
die unverdrossen werben,
erkennt zuletzt im Kampf zur Macht,
die vielen tiefen Kerben
im Image, wie im Denken, Wissen
und möchte letztlich alles missen.

P.S.: So manche werden Masken tragen
bei ganz spezifisch heiklen Fragen.

© Ingrid Riedl

PASS

Natürlich gibt’s den kleinen Mann,
die BürgerIn, die denken kann,
die Armen und die  Pensionisten,
die Wünsche  –  endlich auszumisten
im Chaos voller Unwahrheiten
um die EU der tristen Zeiten.

Cartoon

Jedoch zerbröselt dies im Wind,
weil’s nur die kleinen Sager sind.
Wer mächtig ist, ist sicher reich
und keinesfalls dem Bürger gleich,
der einen Maulkorb tragen muss,
denn die Partei befiehlt „bei Fuß“,

Ansonsten ist die Kürzung da.
Ich mein ja nur – und sag:  Na ja.

© Ingrid Riedl

Abgeltungssteuer

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Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern,
die anderen bauen Windmühlen.
(chinesische Weisheit)

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REGIEREN

Es brodelt die Gerüchteküche
immens bei den Parteien
und es erblassen kühne Sprüche
um Gegner zu kasteien.

Regieren heißt nicht nur Verwaltung
im Dschungel der Gesetze.
Ein Plus vermisst die Plangestaltung
bei gegnerischer Hetze.

© Ingrid Riedl

Denken_schrittempoparagraph

Politiker und andere …  Subjekte

1. Wenn die Tatsachen gegen dich sprechen, dann berufe dich auf das Gesetz.
Wenn die Gesetze gegen dich sprechen, dann berufe dich auf die Tatsachen.
Wenn Tatsachen und Gesetze gegen dich sprechen, dann schrei und schimpfe so laut du kannst.

2. Wenn ein Politiker eine Idee in die Tat umsetzen will, dann hat er sie falsch verstanden.

3. Jeder amerikanische Kreuzzug endet als krummes Geschäft.

4. Die Zahl der zurückgelegten Flugkilometer ist direkt proportional zur Unfähigkeit des Kandidaten. (Folge: Jet lag akkumuliert sich).

5. Ein guter Slogan kann jegliches Denken 50 Jahre lang aufhalten.

6. Traue nie einem Informanten, der nie etwas Falsches berichtet.

7. Wenn deine Fakten nicht stimmen, dann führt unbestechliche Logik unweigerlich zu einem falschen Ergebnis.
Nur ein paar Denkfehler geben dir dann noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

8. Wenn man genügend viele Gutachten bestellt, kann man sich jede Meinung von einem Fachmann bestätigen lassen.

9. Spekuliere als Politiker nie über Dinge, die man auch genau wissen kann.

10. Trau nur denen, die genau soviel zu verlieren haben wie du, wenn es nicht klappt.

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Der gläserne Mensch

GLÄSERN ist das InnenLEBEN.
FREIHEIT wird es wenig geben,
denn ob KRANKheits- Arbeitsdaten,
SICHTbar ist, was wir mal hatten.

Wer erfährt, was relevant?
Welche Fakten sind bekannt?
Dieser CHIP, der DAS bestimmt,
nicht nur Menschen-Würde nimmt.

Ausgeklügelt, gut durchdacht,
wird der Chip zur WELTENMACHT
und man kann sehr viel VERLIEREN,
weil die andern kontrollieren.

SATIRE

ANONYM?
Welch’ simple FRAGE!
Alles kommt im SCAN zutage.
Wer den Chip am Körper hat,
ist vermerkt im DATENblatt.

© Ingrid Riedl

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MORAL

Es ändert sich – und das frappant,
zu der MORAL auch das Gewand.

Man sieht und liest, was man gehört,
was ihn, was sie – auch mal betört
und weiß letztendlich dennoch nicht,
was hobbymäßig und was Pflicht.

Die Nächstenliebe liegt darnieder,
streckt EGOistisch ihre Glieder,
da GIER und MACHT in GELD gebettet,
der Mensch um seine ZUKUNFT wettet,
wo ARMUT, KRIEG und TERROR ist
und keiner dieses mehr vergisst.

© Ingrid Riedl

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G L A U B E N S F R A G E ?

Ist das nun eine Glaubensfrage,
wenn Menschen Klonen heutzutage?
Sie wollen auch am Mond schon wohnen.
Nur: dieser lässt sich niemals Klonen.

Doch dieser „Frevel“ – Frankenstein
kommt mit dem Fortschritt nicht allein.
Bringt er uns Unglück, Krankheit, Pein?
Der Mensch will Gott der Schöpfer sein.

Auch Viren werden dann mutieren
Wird DNA den Code verlieren?
Was nützt ein Mensch, der klug und schön?
Wenn Seuchen kommen, muss er geh‘n.

Es wird genetisch viel erprobt,
der Forschergeist immens gelobt
Die Gelder fließen kreuz und quer
Kein Skrupel schreckt den Menschen mehr.

So wird das weltenweite KlLONEN
in Denkerköpfen weiter wohnen
Wenn letztlich jemand Niere, Herz
dem Schwein verdankt, ist das kein Scherz.

Der Mensch wird so zum Tier gemacht
und spendet nicht nur Heilungskraft.
Er schlachtet, züchtet Ruhm und Macht,
hat auf die Folgen nicht gedacht.

Der Teufel hat ihn ausgelacht.

© Ingrid Riedl

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pcangry

D A T E N S C H U T Z

Es kratzt nur an der Oberfläche
und zeigt nicht alles auf?

Dann ist es selbst schon überwacht.
Auch Datenschutz ist Macht.

Wer wohl am meisten lacht?

© Ingrid Riedl

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P O L I T I S C H

Politisch gehandelt
wird vieles gewandelt,
zerredet, zerpflückt,
was nicht gut geglückt.
Ist es dann entschieden,
wird oft nicht vermieden,
was dort nicht gelungen.

Es hat gut geklungen.

Eule - see you
Der Frieden ist ein frommer Wunsch.
Gerechtigkeit ein Wort.

© Ingrid Riedl

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MENSCHLICHKEIT

Die Menschlichkeit – das eine Wort
setzt sich in viel Belangen fort,
wo Würde, Freiheit, kleingeschrieben
und Menschen aus dem Land getrieben.

Was menschenmöglich, was erträglich,
das Presseteam erstellt es täglich
und was dazu der Mensch getan,
das reiht man öfter hintendran.

© Ingrid Riedl

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E R B S C H A F T

Der Tod fragt nicht.
Er sagt jetzt „gemma“.

Das Erbe wird oft zum Dilemma.
Der Nachlaß wird alsdann erkämpft.
Der Wert der Sache meist gedämpft.

Auch Streitfaktoren sind nicht selten,
wenn einer will als Erbe gelten,
er kaum die Tante mal besucht,
den Onkel, Paten nie anruft
sich dennoch auf sein Recht beruft,
weil der Verfloss´ne sehr betucht.

So wird die Causa hingezogen,
das Erbschaftsrecht schier ausgesogen
und hinterher ist der gerissen,
der schlau genützt sein rechtlich Wissen.

Das Testament wird angepeilt.
Zuletzt noch alles aufgeteilt .

Der Tod jedoch gelassen weilt.

© Ingrid Riedl

ZAUBERfaeden

© Ingrid Riedl

© Ingrid Riedl

fernbedienung

 Friedrich Nietzsche

Schwarzer HUMOR

fensterputz
Zitate, Sprüche und Aphorismen
Mein 1. YouTube Channel
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 HISTORY – VIDEOS – WELTGESCHICHTE

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B U M E R A N G

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Wiegenlied der Zeit

Aus den Wurzeln unsrer Ahnen,

aus dem Wiegenlied der Zeit

auf den kriegerischen Fahnen

weht verborgen Gier und NEID.

~ Ingrid Riedl –

monster

Monster,  Drachen,

Fledermaus,

Gewalt und Tod;

es ist ein Graus.

Sex und Drogen,

Raub und Mord.

Keiner ist ein sich’rer Ort.

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Krieg und Krankheit,

Elend, Trauer;

Gänsehaut und Kälteschauer.

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Neid und Missgunst,

Falschheit, Gier;

leider ist der Mensch

das „Tier“.

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Böse, grausam  –  geizig, schlecht,

schnitzt der Mensch

den Dolch zurecht,

bis der Dolch

zum Bumerang,

ihn aufschlitzt

mit Gottes Rache,

dass er dies

nicht wieder

mache.

© Ingrid Riedl

drachen

Speak Softly Love – The Godfather

http://www.youtube.com/watch?v=KXVQX6HGVy0&feature=related

WASSERFRAU

Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser; aus Wasser ist alles, und in das Wasser kehrt alles zurück.

~ Thales, griechischer Philosoph ~

© Ingrid Riedl

© Ingrid Riedl

Meine HOMEPAGE

Das HOBELLIED

Aus  „Der Verschwender“
Das Hobellied – Marlene Dietrich
http://www.youtube.com/watch?v=hxN-YqguUR8

Dieses Theaterstück spielt in drei Zeiten.
Die erste Handlung im Jahre 1833, die zweite drei Jahre
und die dritte zwanzig Jahre später.

Der Verschwender ist ein Zaubermärchen, dass als Theaterstück in 3 Aufzügen aufgeführt wird.
Der Verschwender wurde von Ferdinand Raimund in wenigen Wochen im Spätherbst des Jahres 1833 niedergeschrieben.

Das Herzstück des ganzen Geschehens wird das unsterbliche „Hobellied“, abgeklärteste Lebensweisheit, gereicht in Form eines Volksliedes.

Da streiten sich die Leut herum
Oft um den Wert des Glücks,
Der eine heißt den andern dumm,
Am End weiß keiner nix.
Da ist der allerärmste Mann
Dem andern viel zu reich.
Das Schicksal setzt den Hobel an
Und hobelt s‘ beide gleich.

Die Jugend will halt stets mit Gwalt
In allem glücklich sein,
Doch wird man nur ein bisserl alt,
Da find man sich schon drein.
Oft zankt mein Weib mit mir, o Graus!
Das bringt mich nicht in Wut.
Da klopf ich meinen Hobel aus
Und denk, du brummst mir gut!

Zeigt sich der Tod einst, mit Verlaub,
Und zupft mich: Brüderl kumm!
Da stell ich mich am Anfang taub
Und schau mich gar nicht um.
Doch sagt er: Lieber Valentin!
Mach keine Umständ! Geh!
Da leg ich meinen Hobel hin
Und sag der Welt: Adje.

Ein Tischler, wenn sein War gefällt,
Hat manche frohe Stund,
Das Glück ist doch nicht in der Welt
Mit Reichtum bloß im Bund.
Seh ich so viel zufriednen Sinn,
Da flieht mich alles Weh.
Da leg ich nicht den Hobel hin,
Sag nicht der Kunst: Adje

Ferdinand Raimund 1834

Am 20. Februar 1834 ging „Der Verschwender“ erstmals über die Josefstädter Bühne in Wien. Raimund selbst spielte den Valentin.
Der Erfolg war unbestritten; bereits am 27. April 1834 konnte das Stück seine 42. Aufführung erleben. Raimund bezog das Stück auf sein privates Leben. Jenes Glück der Familie, in dem sich Valentin im Verschwender erfreute, war ihm nicht beschieden. Raimund wurde von einer Phobie geleitet, von einem Tollwütigen Hund gebissen zu werden.
Als ihn im August 1836 ein Straßenhund anfällt, hält er diesen für tollwütig, richtet in der Nacht, bevor ihn seine Freundin nach Wien in ärztliche Behandlung bringen will, einen Revolver gegen sich und verletzt sich schwer.

Das Stück beginnt im Jagdschloß des reichen Edelmann Julius von Flottwell, der unter den anwesenden Gästen Geld verschenkt. Einige Bedienstete unterhalten sich, sie meinen „das wird eine schöne Bescherung, wenn die Betrügerein des Herrn Wolf ans Tageslicht kommen.“

In der nächsten Szene trifft Flottwells Kammerdiener Wolf einen Juwelier.
Flottwell gibt Wolf Geld, um ein Schmuckstück zu kaufen. Wolf gibt dem Juwelier weniger als dieser fordert, steckt jedoch die Differenz in seine eigene Tasche.

Nachdem der Juwelier gegangen ist, kommt Baumeister Sockel.
Dieser soll ein neues Schloß für Flottwell bauen, jedoch Wolf verhandelt mit Sockel um den Bau. Im Gespräch droht Wolf Sockel, den Bau durch einen anderen Baumeister durchführen zu lassen, wenn er nicht eine „kleine“ Provision erhält. Sockel willigt ein, da er den Bau unbedingt braucht.

Cheristiane, in Flottwell verliebte Glücksfee, unterhält sich in der nächsten Szene mit Azur, Flottwells Beschützer.

Sie opfert die letzte Perle ihrer Zauberkrone. Jede Perle, die sie einsetzte, brachte Flottwell Glück und Reichtum, doch er ist ein Verschwender und verschleudert sein ganzes Vermögen. Sie gibt Azur den Auftrag, Flottwell als Bettler zu erscheinen und auf ihn zu achten.

Cheristiane verlässt das Feenreich und besucht Flottwell auf seinem Anwesen. Sie gesteht ihm ihre wahre Identität und dass sein Glück nur von ihren Zauberperlen kommt, die jedoch schon alle aufgebraucht sind.

Im 2. Akt, 3 Jahre später, trifft Flottwell auf den als Bettler verkleideten Azur. Azur erzählt Flottwell von seinem einstigen Reichtum, den er durch pure Verschwendung verloren hat. Flottwell beschenkt den Bettler mit einigen Goldbeuteln.
Als Julius den Juwelier trifft, schenkt er den Schmuck dem Bettler, weil er ihn nicht gefällt, bezahlt jedoch den Juwelier.

Während der Juwelierszene redet Wolf mit Präsident von Klugheim, Vater von Flottwells Gelieben Amalie. Er erzählt Klugheim, dass Flottwell Amalie nach England entführen und ihr Vermögen stehlen will, was jedoch nicht stimmt. Klugheim bezahlt Wolf diese Nachricht reichlich.

Klugheim und Amalie treffen auf Flottwell, wo Klugheim Flottwell die Lügen unterbreitet, die er von Wolf bekommen hat. Wolf hat zur gleichen Zeit einen Streit mit Valentins Frau Rosa. Wolf will Rosa zur Geliebten nehmen, doch die weist ihn ab und wird von Wolf des Diebstahls an dem Schmuck bezichtigt und muß mit Valentin das Schloß verlassen. Dieser kehrt in seine Tischlerei zurück.

Amalies Vater verbietet seiner Tochter den Umgang mit Flottwell. Wolf spricht mit Amalie und sagt ihr, dass Flottwell bereits nach England gefahren ist.

Wolf versucht, das Liebespaar auseinanderzubringen, um Amalie näherzukommen. Der hinterhältige Kammerdiener geht anschließend zu Flottwell, um ihm das selbe zu sagen.
Julius fährt daraufhin nach London, muß jedoch sein ganzes Vermögen und Besitz zurücklassen, welcher in Wolfs Besitz übergeht.

20 Jahre später, Wolf denkt, Flottwell wäre schon tot, fürchtet aber seinen Fluch.

Flottwell kehrt in sein einstiges Heim zurück und triff dort auf einen Gärtner, der ihn nicht erkennt. Er erzählt ihm, dass jetzt Wolf Schlossherr ist und sein Vermögen von seinem ehemaligen Herrn Flottwell gestohlen hat.
Wolf kommt in den Garten und erzählt ihm, dass er ein gebrochener, kranker Mann ist. Wolf kehrt in sein Schloß zurück und Valentin kommt des Weges entlang. Er erkennt seinen ehemaligen Herrn und lädt ihn zu sich in seine Tischlerstube ein.

Bei dieser Gelegenheit singt Valentin das Hobellied.

Rosa spricht Flottwell auf den gestohlenen Schmuck an, der jedoch weiß nichts davon; Rosa will ihn aus dem Haus raus haben. Valentin überzeugt Rosa davon, den ex- Herrn bei sich aufzunehmen.

Flottwell trifft auf seinen Schutzengel Azur, als Bettler verkleidet. Er erkennt den Bettler anfänglich nicht. Erst als dieser ihn auf ein Vermögen anspricht, das der reiche Flottwell dem Bettler schenkte, kamen die Erinnerungen zurück. Azur gibt Flottwell das Vermögen zurück, mit der Bitte, vernünftiger mit dem Geld umzugehen, und es nicht zu verschwenden.

Plötzlich taucht Cheristiane aus dem Feenreich auf. Flottwell schwört ihr ewige Liebe, doch sie können erst dann zusammen sein, wo sich alle Geister begegnen.

 

© Ingrid Riedl

© Ingrid Riedl

Marlene Dietrich – No Angel – A Life of Marlene Dietrich. flv

http://www.youtube.com/watch?v=-HvkQhzhZJE